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Litauen und Polen planen gemeinsame KI-Gigafabrik
Litauen · 09.07.2026

Litauen und Polen planen gemeinsame KI-Gigafabrik

Europa baut seine KI-Kapazitäten aus: Litauen und Polen reichen gemeinsam einen Vorschlag für eine neue KI-Gigafabrik ein.

Das litauische Ministerium für Wirtschaft und Innovation ist der Initiative „European High Performance Computing Joint Undertaking“ (EuroHPC) zum Aufbau europäischer KI-Gigafabriken beigetreten. Gemeinsam mit dem polnischen Ministerium für digitale Angelegenheiten hat Litauen einen Vorschlag zur Errichtung einer der fortschrittlichsten KI-Rechenanlagen Europas eingereicht, teilte das Ministerium am 8. Juli mit.

Europa baut neue KI-Infrastruktur auf

KI-Gigafabriken sind eine zentrale Initiative der Europäischen Kommission und von EuroHPC zur Entwicklung einer leistungsfähigen europäischen Großrechnerinfrastruktur für Anwendungen der künstlichen Intelligenz.

Die Europäische Union plant, bis zu fünf solcher Anlagen mitzufinanzieren. Die Beteiligung Litauens und Polens wird umgesetzt, sofern ein vom polnischen Wirtschaftssektor geführtes Konsortium die europäische Förderung erhält.

Wirtschafts- und Innovationsminister Edvinas Griksas unterzeichnete am 7. Juli 2026 das Abkommen über die gemeinsame Beschaffung.

„Investitionen in künstliche Intelligenz bedeuten Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit der gesamten Region. Litauen und Polen zeigen, dass auch kleinere europäische Länder durch Zusammenarbeit zu einem wichtigen Zentrum für KI-Entwicklung werden können. Wir wollen, dass die litauischen und polnischen KI-Ökosysteme gemeinsam agieren und global wettbewerbsfähig sind“, erklärte Griksas.

Zusammenarbeit zwischen Litauen und Polen

Die Partnerschaft geht auf eine am 26. Januar 2026 unterzeichnete Absichtserklärung zwischen dem litauischen Wirtschaftsministerium und dem polnischen Ministerium für Digitales zurück. Das Abkommen sieht eine engere Zusammenarbeit im Bereich künstliche Intelligenz, einschließlich gemeinsamer Infrastrukturprojekte, vor.

Durch die Vereinbarung können beide Länder an gemeinsamen Beschaffungsverfahren teilnehmen und Dienstleistungen nutzen, die von Industrie- und Forschungspartnern zur Deckung des regionalen KI-Bedarfs entwickelt werden.

Zugang zu Hochleistungsrechnern und KI-Diensten

Die Teilnahme an der Initiative ermöglicht litauischen Institutionen den Zugang zu modernen KI-Rechenkapazitäten und spezialisierten Dienstleistungen.

Dazu gehören unter anderem vorkonfigurierte Rechenumgebungen, KI-Modelle sowie Dateninfrastrukturen. Das Projekt ergänzt die geplante LitAI-KI-Fabrik in Vilnius und soll nationale sowie regionale KI-Infrastrukturen zu einem gemeinsamen europäischen Ökosystem verbinden.

Die ersten europäischen KI-Gigafabriken sollen voraussichtlich im Jahr 2028 ihren Betrieb aufnehmen.

Die Anlagen sollen von Konsortien aus dem Privatsektor finanziert, errichtet und betrieben werden. Die Auswahl der Betreiber erfolgt im Rahmen des Beschaffungsverfahrens von EuroHPC.

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