Autor: Klaus Dormann
Russlands gesamtwirtschaftliche Produktion ist im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 1,3 % gestiegen. Wegen des Rückgangs des realen Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal betrug das jährliche BIP-Wachstum im gesamten ersten Halbjahr aber lediglich 0,6 %.
Das Forschungsinstitut BOFIT der finnischen Zentralbank meint in seinem jüngsten Wochenbericht „BOFIT Weekly“, dass sich die Aussichten für die russische Wirtschaft nach einem „schwachen ersten Halbjahr“ angesichts der rückläufigen Ölpreise und der Drohnenangriffe der Ukraine eingetrübt haben.
Dazu trägt auch die Entwicklung der Staatsfinanzen und der Inflation bei. BOFIT meint:
„Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte haben sich weiter verschärft und die Risiken sind gestiegen. Das rasante Wachstum der Staatsausgaben und die explodierenden Defizite haben die Steuerung der Staatsfinanzen schwieriger gemacht und die Inflation angeheizt. Auch die gestiegenen Kraftstoffpreise haben die Inflation beschleunigt, da ukrainische Drohnenangriffe die russische Produktionskapazität reduziert haben.“
Einzelhandel und Dienstleistungen entwickeln sich relativ günstig
Zur Entwicklung der Anlageinvestitionen verweist BOFIT auf die jüngste Konjunkturumfrage der russischen Zentralbank. Sie ergab eine leichte Erholung der Anlageinvestitionen vom Tiefstand am Jahresbeginn. Die positivsten Investitionszahlen wurden im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor sowie in der Konsumgüterindustrie verzeichnet. Die Investitionen der Bauindustrie sanken hingegen im im zweiten Quartal weiter. Auch die Rohstoffindustrie verzeichnete eine schwache Entwicklung der Anlageinvestitionen, obwohl dort gegenüber dem Tiefstand am Jahresbeginn eine leichten Verbesserung zu verzeichnen war.
Ahnliche Unterschiede zwischen den Branchen zeigen sich laut BOFIT bei der Entwicklung der Produktion:
„Vorläufigen Zahlen zufolge wurde das Wachstum im zweiten Quartal größtenteils durch höhere Einzelhandelsumsätze und eine gesteigerte Dienstleistungsproduktion getragen, während die Produktion im Rohstoffabbau und im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahr um fast 2 % zurückging.“
Die Industrieproduktion war in den ersten 7 Monaten nur 0,1 % höher als im Vorjahr
Erste Daten zur Entwicklung der Produktion der russischen Wirtschaft im zweiten Halbjahr veröffentlicht das russische Statistikamt Rosstat in der letzten Woche mit seinem Bericht zur Entwicklung der Industrieproduktion im Juli. Die wichtigsten Ergebnisse (Finmarket.ru):
Das jährliche Wachstum der Industrieproduktion verlangsamte sich im Juli 2026 auf 0,4 %, nachdem es im Juni nach revidierten Daten 0,7 % erreicht hatte. Der Anstieg der Industrieproduktion im Juli fiel somit etwas besser aus als von Analysten in einer Anfang August von Interfax erstellten Konsensprognose erwartet wurde (0,3 %).
Die folgende interaktive Abbildung des in Barcelona ansässigen Research-Unternehmens „FocusEconomics“ zeigt mit den blauen Punkten den Rückgang der jährlichen Wachstumsrate der Industrieproduktion von 0,7 % im Juni auf 0,4 % im Juli 2026 (Skala auf der linken Seite der Abbildung).
Beim Vergleich der gesamten ersten sieben Monate des Jahres 2026 mit dem Vorjahreszeitraum Januar bis Juli 2025 war die Industrieproduktion aber nur 0,1 % höher.
Monatliche Entwicklung der Industrieproduktion
Veränderungen gegenüber Vorjahr in Prozent

Schwarze Säulen: Jährliche Veränderung der letzten 12 Monate in %; rechte Skala
Blaue Punkte in blauer Linie: Veränderung zum Vorjahresmonat in %; linke Skala
FocusEconomics: Russia Industrial production July 2026, 26.08.26
Die schwarzen Säulen in der Abbildung zeigen den jährlichen Anstieg der Produktion im Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monate. Am Ende des Jahres 2025 hatte sich im Dezember im Zwölf-Monats-Vergleich mit dem Vorjahr noch ein Anstieg der Industrieproduktion von 1,1 % ergeben. Von August 2025 bis Juli 2026 ist die Industrieproduktion gegenüber August 2024 bis Juli 2025 aber nur noch um 0,5 % gestiegen.
Das Wachstum des „Verarbeitenden Gewerbes“ verhinderte bisher eine Rezession
Innerhalb der Industrie ist die Produktin im „Verarbeitenden Gewerbe“ im Zeitraum Januar-Juli 2026 um 0,5 % höher gewesen als im Vorjahreszeitraum. Im Bereich „Bergbau, Förderung von Rohstoffen“ sank die Produktion hingegen gleichzeitig um 0,9 %.
Im Juli betrug das Wachstum im „Verarbeitenden Gewerbe“ 2,4 % gegenüber dem Vorjahr, nach einem Wachstum von 2,8 % im Juni (blaue Linie in der folgenden Abbildung der Bank PSB).
Der Industriebereich „Bergbau, Förderung von Rohstoffen“ verzeichnete im Juli 2026 hingegen einen Produktionsrückgang von 2,6 %, nach einem Rückgang von ebenfalls 2,6 % im Juni (rote Linie).
Produktion in der Industrie insgesamt (weiße Säulen),
im „Bergbau“ (rote Linie) und im „Verarbeitenden Gewerbe“ (blaue Linie);
Veränderungen zum Vorjahr in Prozent

PSB Analytics: Industrieproduktion im Juli, 27.08.26
Bereinigt um saison- und kalenderbedingte Faktoren ist die Industrieproduktion laut Schätzungen von Rosstat im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat insgesamt um 0,1 % gewachsen (nach einem Anstieg um 0,2 % im Juni).
Das gesamtwirtschaftliche Wachstum dürfte schwach bleiben
BOFIT stellt als Fazit zur Entwicklung der Industrieproduktion im Juli fest: Die jüngsten Zahlen zur Industrieproduktion deuten darauf hin, dass das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Juli weiterhin „gedämpft“ blieb. Beim Vergleich mit den Vormonaten hat sich das saisonbereinigte Produktionsvolumen im Wesentlichen nicht verändert.
Auch die Bank PSB meint auf ihrem Telegram-Kanal:
„Angesichts der hohen Bedeutung der Industrie für die russische Wirtschaft wird das reale BIP-Wachstum im Juli recht schwach ausfallen, obwohl angesichts der hohen und stabilen Konsumaktivität ein moderates Wirtschaftswachstum wahrscheinlich anhalten wird. Wir halten an unserer Prognose für ein reales BIP-Wachstum nahe Null (im Bereich von 0–0,5 %) bis Ende 2026 fest.
Die Zentralbank wird die schwache Konjunkturentwicklung bei der Festlegung des Leitzinses berücksichtigen, sodass ein Szenario einer weiteren moderaten Lockerung der Geldpolitik im September nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Am kommenden Mittwoch (2. September) wird Rosstat die vollständigen statistischen Daten für Juli veröffentlichen, und das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung wird eine Einschätzung der realen BIP-Entwicklung abgeben.“
Die Produktion außerhalb der Rüstungsindustrie ist niedriger als Anfang 2022
Das Institut der finnischen Zentralbank macht mit der folgenden Abbildung erneut auf die sehr unterschiedliche Entwicklung der Branchen innerhalb des „Verarbeitenden Gewerbes“ seit dem Beginn des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 aufmerksam. BOFIT betont:
„Wie in den Vorjahren wurde das Wachstum im „Verarbeitenden Gewerbe“ maßgeblich von kriegsnahen Branchen getragen (rote Linie), während die Produktion in den meisten anderen Branchen weiter zurückging (blaue Linie). Das saisonbereinigte Produktionsvolumen in Branchen, die nicht direkt mit der Kriegsausgaben verbunden sind, war in diesem Sommer niedriger als Anfang 2022.“
Das „Verarbeitende Gewerbe“
entwickelt sich weiter auf zwei divergierenden Pfaden
rote Linie: Kriegsnahe Branchen; blaue Linie: Übriges Verarbeitendes Gewerbe

BOFIT, Bank of Finland Weekly Review 35/2026: Russia’s diverging economic trends continue, 28.08.26
Auch 2026 wuchs die „Rüstungsproduktion“ bisher kräftig weiter
Die von BOFIT in der obigen Abbildung als „Kriegsnahe Branchen“ erfassten Wirtschaftszweige verzeichneten im Zeitraum Januar-Juli 2026 im Vergleich zum Zeitraum Januar-Juli 2025 folgende Wachstumsraten (Finmarket.ru):
- Produktion von sonstigen Transportmitteln und -ausrüstungen (einschließlich Flugzeuge, Schiffbau usw.): +22,9 %.
- Produktion von Metallerzeugnissen (ohne Maschinen und Ausrüstungen): +10,9 %;
- Produktion von Computern, elektronischen und optischen Produkten: +4,2 %.
Die Produktion von Arzneimitteln und Materialien für medizinische und veterinärmedizinische Zwecke stieg gleichzeitig um 13,9 %.
Produktionseinbruch in den Raffinerien
Am stärksten gesunken ist im Januar-Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Jahr 2025 die Produktion im Bereich „Koks und Erdölprodukte“. Sie war wegen der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien um 9,2 % niedriger als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Dabei sank laut Meza Net die Produktion von Erdölprodukten und Koks im Juli im Vorjahresvergleich um 19,3 % (siehe folgende Abbildung der Raiffeisenbank).
Produktion von Erdölprodukten, % im Jahresvergleich

Raiffeisenbank: RAIF Daily Focus, 27.08.26
Janis Kluge, Russland-Experte der Stiftung Wissenschaft und Polltik, schloss in einem Podcast der Deutschen Welle Ende August nicht mehr aus, dass die russische Wirtschaft wegen der Folgen der Angriffe der Ukraine in diesem Jahr in eine Rezession gerät (Minute 18).
Der Minister für Industrie und Handel, Anton Alikhanov, berichtete Präsident Putin hingegen in einem einem am 27.08. von russland.RU veröffentlichten Video u.a., in den letzten Jahren sei ein Anstieg der Industrieproduktion, der Investitionen und des Umfangs der Inbetriebnahme neuer Kapazitäten zu beobachten (siehe auch: en.Kremlin.ru: Treffen mit dem Minister für Industrie und Handel, Anton Alikhanov; 26.08.26).
BOFIT: Die Produktion entwickelte sich seit 2021 regional sehr unterschiedlich
Das Institut der finnischen Zentralbank stellt in seinem Wochenbericht heraus, dass der Ukraine-Krieg großen Einfluss auf die regionale Entwicklung der Produktion in Russland hat.
Im regionalen Vergleich der acht russischen „Föderationskreise“ hat sich der von Rosstat berechnete Produktionsindikator für die fünf „Kernbereiche“ der russischen Wirtschaft (Landwirtschaft, Industrie, Bauwesen, Handel und Verkehr) nach der russischen Invasion in die Ukraine sehr unterschiedlich entwickelt. BOFIT stellt beim Vergleich der Produktion im ersten Halbjahr 2026 mit dem Produktionsstand im ersten Halbjahr 2021 fest:
In vier Föderationskreisen war ein Wachstum der Produktion zu verzeichnen, nämlich in den Kreisen „Zentralrussland“, „Nordwestrussland“, „Wolga“ und „Ferner Osten“.
In den übrigen Föderationskreisen (Südrussland, Nordkaukasus, Ural und Sibirien) lag das Produktionsniveau im ersten Halbjahr 2026 unter dem des ersten Halbjahres 2021.
Föderationskreise der Russischen Föderation

Wikipedia: Föderationskreis
Den Einfluss des Ukraine-Krieges auf die Produktionsentwicklung seit 2021 macht BOFIT mit einem Vergleich der Produktionsentwicklung in einzelnen „Regionen“ innerhalb der „Föderationskreise“ deutlich (siehe folgende Abbildung).
Das stärkste Wachstum der Produktion wurde in Regionen verzeichnet, die vom Wachstum des „militärisch-industriellen Komplexes“ profitierten (z. B. in Udmurtien und Tatarstan), in den russischen Metropolen (Moskau und St. Petersburg) sowie in Regionen im Fernen Osten, die große Projekte zur Erschließung von Rohstoffen betreiben (Magadan und das Jüdische Autonome Gebiet).
Produktion in den „Kernbereichen“ der russischen Wirtschaft nach Regionen
Reale Veränderung erstes Halbjahr 2026/erstes Halbjahr 2021 in Prozent

BOFIT, Bank of Finland Weekly Review 35/2026: Russia’s diverging economic trends continue, 28.08.26
Das schwächste Wachstum zeigte sich in Regionen mit Grenzen zur Ukraine (z. B. Brjansk und Krasnodar), in den armen Regionen Südrusslands (Inguschetien, Karatschai-Tscherkessien) sowie in rohstoffproduzierenden Regionen, die stark von westlichen Sanktionen gegen russische Exporte betroffen sind (z. B. Komi, Kemerowo und der Autonome Kreis der Chanten und Mansen).
Lesetipps
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer:
- Neues russisches Wirtschaftsmodell soll Wende bringen, 28.08.26
- Alexander Schochin: „Zum Business as usual werden wir niemals zurückkehren“, 25.08.2026
- Chinesische Öl-Importe: Russland überholt Saudi-Arabien, 18.08.26
Podcasts
- Janis Kluge, Stiftung Wissenschaft und Politik, im Deutsche Welle-Podcast mit Thomas Kohlmann: „Russlands Führung hat echtes Problem mit den Kriegskosten„, Rauchsäulen über Raffinerien, brennende Lagerhäuser und in vielen Teilen von Russland lange Schlangen vor den Tankstellen Wie gravierend sind die wirtschaftlichen Folgen? Audio, 25 Min., 28.08.26
- Andrey Gurkov, Journalist, im „Ronzheimer“-Podcast: Putins wichtigste Eroberung kollabiert. Mit Andrey Gurkov. Paul Ronzheimer spricht mit Andrey Gurkov über die Folgen der ukrainischen Angriffe. Droht eine Bankenkrise? Wie entwickelt sich das Budgetdefizit? Was prognostizierte Klepach? Kommt die russische Wirtschaft an einen kritischen Punkt? 44 Min., 21.08.26
Wochen- und Monatsberichte von Forschungsinstituten
- BOFIT, Bank of Finland Weekly Review 35/2026: Russia’s diverging economic trends continue, 28.08.26
- Politcom.ru-Wochenbericht; Nikita Maslennikow: Ein neuer Investitionszyklus – ein Ausweg aus der Wachstumskrise, 27.08.26
- Economic Expert Group: Wirtschaftsanalyse, Juli 2026, 21.08.26
Industrieproduktion im Juli
- PSB Analytics: Industrieproduktion im Juli, 27.08.26
- Raiffeisenbank: Datenrevisionen lassen das Industriewachstum bescheidener erscheinen, 27.08.26
- Meza, Kyiv: Russia’s Coke and Petroleum Product Output Fell 19.3% in July Amid Refinery Disruptions, 27.08.26
- FocusEconomics: Russia Industrial production July 2026, 26.08.26
- Finmarket.ru: Die Industrieproduktion stieg im Juli um 0,4 %, während sie im Zeitraum Januar-Juli um 0,1 % zunahm; 26.08.26
- en.Kremlin.ru: Treffen mit dem Minister für Industrie und Handel, Anton Alichanow; 26.08.26
Wirtschaftsentwicklung insgesamt
- Bond Guide: Vier Jahre Krieg: Was aus ehemaligen West-Unternehmen in Russland wurde. Mehr als 500 internationale Unternehmen haben sich seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine aus Russland zurückgezogen und dabei Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 170 Mrd. USD abgeschrieben, analysiert Denis Kasyanchuk für The BELL, 29.08.26
- Deutsche Welle; Oleg Loginov, Nikita Oshuev: DW users on life in Russia: ‚People are mad as hell‘; Official polling suggests public sentiment in Russia is deteriorating as economic pressure builds. DW asked its users to share their experiences; 27.08.26
- argumenti.ru: Russland hat seine Position auf dem vierten Platz der Welt in Bezug auf das BIP gefestigt. 26.08.26; naked-science.ru; Vyacheslav Govorun: Infografik: Wie sich das Machtgleichgewicht in der Weltwirtschaft bis 2030 verändern wird, 26.08.26
- newdaynews.ru; Die Sberbank rechnet mit einer Verlangsamung des russischen Wirtschaftswachstums und einer steigenden Inflation, 25.08.26
- Russland News: Benzin fehlt, Getreide bleibt liegen: Russlands Wirtschaft im Logistikstress; 26.08.26
- Russland.News: Zwei Türme, sieben Säulen: Der Kreml sucht Wachstum, 23.08.26
- FR.de; Stephanie Schoen: Russlands Wirtschaft in Not: Eskaliert Putin den Ukraine-Krieg? 23.08.26
- Op-online.de in Kooperation mit newsweek.com; Matthew Cannon und Dave Siminoff: Benzinknappheit, Inflation, Drohnenangriffe: Putin verliert den Rückhalt der Bevölkerung vor der Wahl. Der Zustand der russischen Wirtschaft ist nun eine „Belastung“ für Putin, so Sergei Guriev; 23.08.26
- Bond Guide: Russlands neuer Wirtschaftsplan: Es ist der alte. Nach Einschätzung des Journalisten Pyotr Mironenko und The Bell steht Russlands Wirtschaft weiter unter Druck, 22.08.26
- russland.capital: Russlands Investitionen werden heimischer – aber nicht unbedingt privater, 20.08.26
- Russischer Verband der Industriellen und Unternehmer, RSPP: RBC-Interview mit RSPP-Präsident Alexander Shokhin; RBC: Alexander Shokhin: Wir werden nie wieder zum Status quo zurückkehren, Im RBC-Interview sprach der Vorsitzende des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (RSPP), darüber, wie die Investitionspause überwunden werden kann, warum der Aktienmarkt mithilfe von vom Staat beschlagnahmten Vermögenswerten entwickelt werden kann und warum jeder in Mehrwertsteuerketten mit Steuerforderungen konfrontiert werden kann, 20.08.26
- informpskov.ru; Andrey Razumov: Unser Eigenes für unser Eigenes. Russlands Wirtschaft basiert zunehmend auf eigenen Grundlagen; Sitzung des Präsidialrats für strategische Entwicklung und nationale Projekte; 20.08.26
- Vedomosti; Elena Mukhametshina: Was Wladimir Putin bei der Sitzung des Rates für Nationale Projekte sagte. Der Präsident widmete dem Zustand der regionalen Haushalte viel Aufmerksamkeit; 20.08.26
- Kommersant, Maria Ezhovkina: Putin über Wirtschaftswachstum, regionale Unterstützung und einen neuen Investitionszyklus. Putin: Terroranschläge beeinträchtigen die Wachstumsraten in Russland; Putin bezeichnete Russlands wirtschaftliche Entwicklung als „bescheiden, aber positiv“., 19.08.26
Wildberries, Ozon; „Lagerhauskrieg“
- Frankfurter Rundschau; Felix Busjaeger: Drohnen-Strategie bremst Russlands Wirtschaft. Angriffe auf Wildberries, Ozon und Lukoil. Putin reagiert mit einer Verstaatlichungsdrohung; 29.08.26; Russland News: Wer sein Unternehmen nicht vor Drohnen schützt, riskiert staatliche Kontrolle, 26.08.26
- Kyiv StratCom Forum; SPRAVDI.org: How Strikes on Wildberries Are Destroying Russia’s Military Logistics and Economy, 26.08.26
- CNBC; Sam Meredith: Ukraine is targeting Russia’s retail giants. Ozon is the next economic pressure point; 25.08.26
- BZ; Ben Aris: Putins Rache: „Ihr wolltet unsere Wirtschaft zerstören – jetzt brennt eure“, 25.08.26
- bne Intellinew; Ben Aris: Ukraine opens a second front against Russian ecommerce with four Ozon warehouses hit in three days, 24.08.26
Kraftstoffversorgung, Energiewirtschaft
- Japan Times, Reuters: Russia’s gasoline output drops to 70% of domestic demand, 29.08.26
- russland.capital: Russlands Kraftstoffmarkt bleibt angespannt – Tankstellen fordern längeren Exportstopp, 26.08.26
- iSANS: Russia’s Energy Sector in July 2026, 24.08.26
Warnungen vor Bankenkrise und hoher Unternehmensverschuldung
- The Moscow Times: Russians Are Rushing for Cash. Should the Kremlin Be Worried? 26.08.26
- TLDR News EU: Withdrawals Surge: Is Russia Headed for a Banking Crisis? 21.08.26
Finanzpolitik; Staatshaushalt
- National Security Journal; Shay Bottomley: Putin Made a Historic Mistake and the Russian Economy May Now Never be the Same Again. Russia is not bankrupt. The Kremlin can still rely on traditional measures to boost funds. Instead, it faces a liquidity problem, 30.08.26
- The Bell; Pyotr Mironenko: Das Haushaltsloch vergrößert sich; 26.08.26
- bne Intellinews; Ben Aris: Russia’s budget deficit passes last year’s full-year total with five months to go. The July figure widened the year-to-date gap by around RUB0.7 trillion, 23.08.26
- Politcom.ru; Nikita Maslennikow: Haushaltsdefizit im Kontext der Makrodynamik, 20.08.26
Außenwirtschaft, Sanktionen
- bne IntelliNews Lambda: The EU’s trade with Russia has inverted. But despite the sanctions the EU continues to import two products at the same volumes as before the war. 27.08.26
- Inosmi.ru: Die EU erlaubt den Weiterverkauf von russischem LNG: Experten sind skeptisch, was die Möglichkeit der Beschaffung von alternativem Gas angeht. BZ: Die EU hat es Unternehmen erlaubt, russisches LNG in andere Länder weiterzuverkaufen. 25.08.26; Originalartikel: Berliner Zeitung
- Finam.ru: Die Sanktionen haben die russische Wirtschaft in drei Jahren 2,9 Billionen Rubel gekostet. Die russische Wirtschaft verlor durchschnittlich 0,7 % ihres BIP pro Jahr. 25.08.26
- Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft: Wachstumsmärkte im Osten kurbeln Konjunktur an; Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft; Tabellen: Deutscher Osthandel, 1. Hj. 2026; TOP25 Außenhandelspartner 1. Halbjahr 2026; 25.08.26; Christian Himmighoffen: Mittel- und Osteuropa fängt Exportverluste in den USA und China auf; 13.08.26
Politisches Umfeld; BR24: Russland-Ukraine Krieg im Newsticker
- BILD; Paul Ronzheimer: Putin-Angriff auf die Nato? Finnen-Präsident widerspricht Deutschland. Präsident Alexander Stubb (58) empfing BILD. Exklusiv-Interview mit Paul Ronzheimer, 29.08.26
- BR24, Peter Jungblut: „Schauergeschichten“: Plant Putin einen Angriff auf Europa? US-Medien behaupten, CIA-Chef John Ratcliffe sei nach Moskau geflogen, um Putin vor einem Angriff auf Nato-Länder zu warnen. Der Kreml versichert, das habe „nichts mit der Realität zu tun“; 27.08.26
- Merkur.de; Lukas Richter: „Dann ist Putin erledigt“: Experte warnt vor der größten Angst des Kremls; Bill Browder sieht wachsenden Druck auf Putin, 27.08.26
- Tagesschau.de; Florian Kellermann, ARD Kiew: Russland zielt auf die Wirtschaft – mit massiven Folgen; Angriffe auf Stahlwerke oder Schiffe mit Getreide – Russland nutzt seine Luftüberlegenheit, 26.08.26
- Tagesschau.de: Ungarn stuft Russland als Bedrohung ein; Bruch mit Orbans Außenpolitik; 26.08.26
- Frankfurter Rundschau; Florian Naumann: Russland strauchelt: Ex-Partner Armenien wendet sich demonstrativ Richtung EU – und stichelt gegen Putin, 25.08.26
- merkur.de; Simon Schröder: Leere Regale in Kiew, brennende Häfen: Wie Russland die Ukraine wirtschaftlich in die Knie zwingen will; 25.08.26
- BR24; Peter Jungblut: „Etwas ist zerbrochen“: Kann Putin seiner Elite noch vertrauen? Der Angriffskrieg auf die Ukraine …hat immer schwerwiegendere Auswirkungen auf den russischen Alltag. Nach Meinung mehrerer russischer Kommentatoren wächst die Unzufriedenheit mit Putin; 24.08.26
- CNN; Nathan Hodge: It’s ‘Black August’ in Russia, but Putin is sweeping this summer’s crisis under the rug, 23.08.26
- BR24-Interview: Prof. Gerhard Mangott zu Ukraine-Krieg. Der Sicherheitsexperte von der Uni Innsbruck: Die Ukraine richtet zwar mit ihren Drohnen große Schäden in Russland an, kann aber Kiew nicht verteidigen wegen fehlender Abwehr-Raketen! Welche Probleme macht die Korruption? 21.08.26
Entlassung von VEB-Chefökonom Andrey Klepach:
- novayagazeta.eu; Denis Morokhin: Nicht nur Klepač. Der Chefökonom der VEB wurde wegen seiner enttäuschenden Prognosen entlassen, doch viele hochrangige Beamte stimmen ihm zu; Liste; 27.08.26
- rbc.ru: Andrey Klepach wurde Experte der STANNUM Alliance. Andrey Klepach nahm die Einladung des Allianzvorsitzenden Leonid Gilchenko an, STANNUM-Experte zu werden. Die STANNUM Alliance of Strategic Metals arbeitet weiterhin an der Bildung eines Expertenrats für strategische Metalle; 26.08.26
- Sergej Aleksaschenko; Video: ab Min. 4: Klepachs Entlassung. Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um Putin zu helfen. Es gibt eine Benzinkrise, aber keine Katastrophe, 24.08.26
- Zentrum Liberale Moderne; Russland verstehen; Edward Lucas: Risse im System; Russlands Eliten beginnen, das Unsagbare auszusprechen: Der Krieg ist eine Katastrophe. Jüngstes Beispiel ist die Affäre um den Ökonomen Andrei Klepatsch; 18. Aug. 2026


