Die Verbraucherpreise in der Slowakei stiegen im Juni im Jahresvergleich um 3,5% und gegenüber dem Vormonat um 0,1%, teilte das Statistische Amt der Slowakischen Republik mit.
Damit fiel die Inflationsrate gegenüber den im Mai verzeichneten 3,8% und ging bereits den zweiten Monat in Folge zurück. Im April war die Inflation infolge steigender Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten noch auf 3,9% gestiegen.
„Die Verbraucherpreise sind im Juni 2026 erstmals in diesem Jahr im Vergleich zum Vormonat gesunken, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Kraftstoff- und Lebensmittelpreise“, erklärte das Statistische Amt in seinem Bericht.
„Die Inflationsrate im Jahresvergleich wurde zudem durch den ersten Rückgang der Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke seit fünf Jahren gedämpft“, so die Statistiker weiter. Gleichzeitig spiegelte die Gesamtinflation weiterhin die im Januar beschlossenen Regulierungsmaßnahmen bei Wohn- und Energiepreisen wider, obwohl im Juni die niedrigste Inflationsrate des Jahres erreicht wurde. Sie entsprach dem Niveau vom März.
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sanken im Jahresvergleich um 0,5% und verzeichneten damit den ersten Rückgang seit Juni 2021. Die Lebensmittelpreise allein gingen um 1,1% zurück. Besonders deutlich fielen die Preise für Käse und Eier (-3,6%), Fleisch (-3,2%) sowie Öle und Fette (-12,9%).
In den übrigen Warenkörben setzte sich der Preisauftrieb fort. Im Bereich Wohnen und Energie stiegen die Preise um 7,3%, während Bekleidung und Schuhe um 0,6% teurer wurden. Im Verkehrssektor verlangsamte sich das Preiswachstum auf 5,3%. Die Preise für Kraftstoffe und Schmierstoffe für private Fahrzeuge lagen jedoch weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau und stiegen um 11%.
Im ersten Halbjahr 2026 lag die durchschnittliche Inflationsrate in der Slowakei bei 3,7%.

