Die Inflation in der Slowakei hat sich im Mai leicht abgeschwächt. Nach Angaben des slowakischen Statistikamts stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,8% und lagen damit geringfügig unter der Inflationsrate von 3,9% im April. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise um 0,4%.
Trotz des leichten Rückgangs bleibt der Preisauftrieb in mehreren Bereichen spürbar. Besonders die Entwicklung der Energie- und Transportkosten beeinflusste die Inflationsrate weiterhin deutlich.
Nach Angaben der Statistiker stiegen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Mai gegenüber dem Vormonat zwar an, lagen im Durchschnitt jedoch weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Preise in dieser Kategorie lediglich um 0,3%.
Im Transportsektor verlangsamte sich das Preiswachstum zwar gegenüber April, dennoch blieb der Bereich einer der wichtigsten Inflationstreiber. Die Transportpreise lagen 9,4% über dem Vorjahresniveau – der stärkste Anstieg seit November 2022. Hauptursache waren die Kraftstoffpreise, die im Jahresvergleich um 19,7% zulegten. Dies war der höchste Anstieg seit Oktober 2022 und stand im Zusammenhang mit den gestiegenen Energiepreisen infolge der Spannungen im Nahen Osten.
Den größten Beitrag zur Gesamtinflation leistete jedoch der Bereich Wohnen und Energie. Hier stiegen die Preise im Jahresvergleich um 6,7%, während die Energiepreise sogar um 28% zulegten. Auch die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren erhöhten sich weiter, wenngleich sich das Wachstum auf 3,7% verlangsamte.
Im Monatsvergleich verteuerten sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 0,6%, Wohnen und Energie um 0,5% sowie Transportdienstleistungen um 1,0%.
Für den Zeitraum von Januar bis Mai lag die durchschnittliche Inflationsrate in der Slowakei bei 3,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


