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Kasachstans Industrie bleibt im Mai unter Druck
Kasachstan · 04.06.2026

Kasachstans Industrie bleibt im Mai unter Druck

Kasachstans verarbeitendes Gewerbe blieb im Mai unter Druck, obwohl sich einige Indikatoren leicht stabilisierten.

Das Geschäftsklima im kasachischen verarbeitenden Gewerbe blieb im Mai angespannt. Unternehmen meldeten eine schwächere Nachfrage, rückläufige Produktion und weitere Stellenkürzungen, wie aus der jüngsten Umfrage zum Einkaufsmanagerindex (PMI) von Freedom Holding und S&P Global hervorgeht.

Der Einkaufsmanagerindex lag im Mai bei 49,0 Punkten und damit nahezu unverändert gegenüber 48,9 Punkten im April. Ein Wert unter 50 signalisiert einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Damit verschlechterten sich die Geschäftsbedingungen bereits den fünften Monat in Folge, wenn auch nur moderat.

Laut Umfrage verzeichneten die Hersteller erneut einen Rückgang der Auftragseingänge, nachdem es im April noch eine kurzfristige Erholung gegeben hatte. Die befragten Unternehmen nannten eine schwächere Kundennachfrage sowie Finanzierungseinschränkungen als zentrale Belastungsfaktoren.

Auch die Produktion ging im Mai weiter zurück, allerdings langsamer als im Vormonat. Gleichzeitig sank die Beschäftigung erneut, da die Unternehmen ihre Personalkapazitäten an die verhaltene Geschäftsentwicklung anpassten.

Der Kostendruck blieb zwar hoch, zeigte jedoch erste Anzeichen einer Abschwächung. Sowohl die Einkaufspreise als auch die Verkaufspreise stiegen weiter, allerdings verlangsamte sich das Tempo der Preissteigerungen im Vergleich zum April.

Saltanat Mukhambetaliyeva, Leiterin für Wirtschaftsanalysen und Research bei Freedom Holding, erklärte:

„Im Mai sendete das verarbeitende Gewerbe Kasachstans gemischte Signale. Einerseits erholten sich die Indizes für Produktion und Einkaufsbestände schrittweise nach dem Tiefpunkt im März. Andererseits gingen die Rückstände unerledigter Aufträge sowie die Lagerbestände fertiger Erzeugnisse deutlich zurück und erreichten den niedrigsten Stand seit sieben Jahren.“

Dies könne auf einen Wandel hin zu einem flexibleren Produktionsmodell hindeuten, das stärker auf kurzfristige Prozesse ausgerichtet sei und auf eine nachlassende Nachfrage sowie zunehmende logistische und finanzielle Einschränkungen reagiere.

Trotz der aktuellen Herausforderungen blieben die Unternehmen hinsichtlich der kommenden zwölf Monate grundsätzlich optimistisch.

„Die Geschäftserwartungen verbesserten sich gegenüber dem Vormonat deutlich und blieben im positiven Bereich. Dies deutet auf eine mögliche Erholung hin, sofern neue Aufträge eingehen und der Kostendruck weiter nachlässt“, sagte Mukhambetaliyeva.

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