Im ersten Jahr nach dem Ende des Ukraine-Transits sind die russischen Gaslieferungen über Pipelines nach Europa auf den niedrigsten Stand seit Anfang der 1970er-Jahre gefallen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Ihren Berechnungen zufolge, die sich auf Daten des Gasnetzbetreiberverbandes ENTSOG stützen, flossen 2025 noch 18 Mrd. Kubikmeter russisches Erdgas durch die letzte verbleibende Pipeline, TurkStream, nach Europa.

Das bedeutete einen Einbruch zum Vorjahr um 44% und den niedrigsten Wert, seitdem die Lieferungen im Oktober 1973 aus den Gasfeldern Sibirien nach Deutschland begannen. Bereits im zweiten vollen Jahr (1975) hatte die Liefermenge 19,3 Mrd. Kubikmeter erreicht, für 1974 liegen keine Daten vor. Den Höhepunkt der Gaslieferungen markierten die Jahre 2018 und 2019 mit 175–180 Mrd. Kubikmetern, dem Zehnfachen des aktuellen Werts.

Darüber hinaus dürfte allein die EU im Jahr 2025 rund 20 Mio. Tonnen Flüssigerdgas aus Russland importiert haben, was mehr als 27 Mrd. Kubikmetern Erdgas entspricht.


Dieser Beitrag erschien zuerst im exklusiven Newsletter der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

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