Die jährliche Inflation in Usbekistan ist im Januar auf 7,2 Prozent gesunken. Das teilte das nationale Statistikkomitee mit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 2,7 Prozentpunkte; im Dezember hatte die Teuerungsrate noch bei 7,3 Prozent gelegen.

Die monatliche Inflation belief sich im Januar auf 0,7 Prozent und blieb damit gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert.

Dienstleistungen bleiben größter Preistreiber

Lebensmittel verteuerten sich im Monatsvergleich um 0,8 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 1,5 Prozent gestiegen waren. Auf Jahressicht lagen die Preise um 5,5 Prozent höher.

Die Preise für Nicht-Lebensmittel erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,4 Prozent, nach 0,3 Prozent im Januar des Vorjahres. Im Jahresvergleich verlangsamte sich der Anstieg deutlich auf 5,2 Prozent, nachdem er im Vorjahr noch 7,7 Prozent betragen hatte.

Deutlich dynamischer entwickelte sich der Dienstleistungssektor. Die Preise für kostenpflichtige Dienstleistungen stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und lagen 13,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark verteuerte sich die Kfz-Versicherung, deren Preise um 381,8 Prozent zulegten und damit 0,11 Prozentpunkte zur Gesamtinflation beitrugen.

Transportkosten entwickelten sich uneinheitlich. Fernzugtickets verbilligten sich im Monatsvergleich um 0,5 Prozent, lagen jedoch 8,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Flugpreise sanken gegenüber dem Vormonat um fünf Prozent, stiegen aber auf Jahressicht um 17,1 Prozent.

Bei Kraftstoffen erhöhte sich der Preis für Benzin der Sorte AI-92 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Preise für AI-95 sowie AI-98/100 stiegen um 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent. Flüssiggas (LPG) verteuerte sich deutlich um 8,9 Prozent im Monatsvergleich und um 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Methanpreise legten monatlich nur leicht um 0,1 Prozent zu, lagen aber 30,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Regional zeigte sich ein heterogenes Bild. Das höchste jährliche Preiswachstum wurde in der Region Fergana mit 7,7 Prozent verzeichnet, das niedrigste in der Region Jizzakh mit 6,7 Prozent. In der Hauptstadt Taschkent sowie der umliegenden Region lag die Inflation mit 7,1 beziehungsweise 7,2 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt.

Die Januar-Daten wurden erstmals nach einer neuen, an internationalen Standards ausgerichteten Methodik erhoben, die mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds entwickelt wurde. Der Statistikdienst erfasst nun Preisdaten über einen Zeitraum von 11 bis 25 Tagen, nutzt mehrere Datenquellen und berücksichtigt ein erweitertes Waren- und Dienstleistungsspektrum. Wöchentlich werden 30 besonders relevante Güter und Dienstleistungen überwacht.

Die Zentralbank von Usbekistan hat zuletzt ihre Inflationsprognose angepasst. Demnach soll die Teuerungsrate bis Ende 2026 auf 6,5 Prozent sinken.


Dieser Artikel entstand in Kooperation mit unserem Partner bne intelliNews

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