Die slowenische Industrieproduktion ist im Dezember deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistikamts vom 10. Februar fiel die Produktion im Jahresvergleich um 4,1 Prozent. Bereits im November hatte die Industrie ein Minus von 0,9 Prozent verzeichnet – nun verschärft sich der Abschwung.
Im Jahresvergleich legte lediglich der Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden leicht zu – um 2,5 Prozent. Dagegen schrumpfte das verarbeitende Gewerbe um 4,6 Prozent. Auch die Energieversorgung – Strom, Gas, Dampf und Klimaanlagen – verzeichnete ein Minus von 1,4 Prozent.
Im Monatsvergleich setzte sich die Schwäche ebenfalls fort. Gegenüber November sank die Industrieproduktion um 1,4 Prozent. Dabei gaben alle großen Sektoren nach: Der Bergbau verlor 1,9 Prozent, das verarbeitende Gewerbe 1,8 Prozent und der Energiesektor 1,7 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnen Ökonomen mit einem Rückgang der Industrieproduktion um 1,8 Prozent.
Umsätze sinken, Lagerbestände steigen leicht
Auch die Umsätze entwickelten sich rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat sank der Gesamtumsatz der Industrie um 3,2 Prozent. Besonders stark traf es den Bergbau mit einem Minus von 8,7 Prozent, während das verarbeitende Gewerbe 3,1 Prozent einbüßte. Alle drei Hauptindustriegruppen verzeichneten niedrigere Erlöse; am stärksten fiel der Rückgang in der Investitionsgüterindustrie aus.
Im Jahresvergleich lag der Industrieumsatz im Dezember 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Lagerbestände stiegen hingegen leicht um 0,9 Prozent gegenüber November. Allerdings lagen sie weiterhin 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahlen deuten damit auf eine anhaltend verhaltene Nachfrage und eine fragile Industriekonjunktur in dem exportorientierten EU-Land hin.
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