Das US-Technologieunternehmen Firebird treibt den Ausbau seines KI-Supercomputing-Zentrums in Armenien voran. Wie das Unternehmen am 9. Februar mitteilte, erhielt es die US-Exportgenehmigung für die Lieferung von Zehntausenden Hochleistungs-Chips des Herstellers Nvidia. Damit kann die zweite Phase eines insgesamt vier Milliarden US-Dollar schweren Projekts beginnen.
Bereits in der ersten Ausbaustufe investierte Firebird rund 500 Millionen Dollar und errichtete Armeniens erstes Hochleistungsrechenzentrum für Künstliche Intelligenz. Nun will das Unternehmen die Kapazitäten deutlich erweitern und Forschungsanwendungen in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Robotik, Raumfahrttechnologien und KI-Systemen der nächsten Generation ermöglichen.
41.000 Nvidia-GPUs für den Ausbau
Kernstück der neuen Phase ist eine US-Lizenz für den Export von 41.000 Nvidia-Grafikprozessoren des Typs GB300. Mit diesen Chips will Firebird seinen bestehenden Computercluster massiv vergrößern. Nach Unternehmensangaben könnte Armenien dadurch zu einem der fünf größten KI-GPU-Standorte weltweit aufsteigen.
Die Ankündigung fiel mit einem hochrangigen politischen Besuch zusammen: US-Vizepräsident JD Vance reiste nach Jerewan und trat dort gemeinsam mit Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan sowie Führungskräften von Firebird und Nvidia auf.
Paschinjan bezeichnete das Projekt als Ausdruck der vertieften technologischen Zusammenarbeit zwischen Armenien und den Vereinigten Staaten. Grundlage sei ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes bilaterales Memorandum zu Halbleitern und Künstlicher Intelligenz.
Geopolitische Signalwirkung
Vance erklärte, die Exportgenehmigung eröffne neue Märkte, schaffe Arbeitsplätze und bringe Spitzentechnologie nach Armenien, die andernorts nur begrenzt verfügbar sei.
Firebird-Mitgründer und CEO Razmig Hovaghimian sprach von einem „globalen Supercomputing-Zentrum“, das Armenien international neu positioniere. Zugleich betonte er die Rolle einer „vertrauenswürdigen US-Infrastruktur“, die aufstrebende Volkswirtschaften stärken könne.
Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, in Armenien ein sicheres und nachhaltiges Technologie-Ökosystem aufzubauen, das auf langfristigen Investitionen und internationalen Partnerschaften basiert. Mit dem milliardenschweren Ausbau setzt Firebird dabei nicht nur auf Rechenleistung – sondern auch auf geopolitische Nähe zu Washington.
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