Oman baut seine visafreien Reisebestimmungen weiter aus. Im Mittelpunkt steht ein neues Abkommen mit Aserbaidschan. Maskat und Baku haben eine gegenseitige Visabefreiung für Diplomaten sowie Inhaber von Sonder- und Dienstpässen vereinbart. Ziel ist es, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen und die Mobilität zu erleichtern.

Das Abkommen wurde am 23. Dezember in Maskat unterzeichnet. Es gilt auch für enge Familienangehörige der berechtigten Passinhaber. Nach Inkrafttreten sind Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen visumfrei möglich. Voraussetzung ist ein Reisepass mit einer Mindestgültigkeit von sechs Monaten. Das aserbaidschanische Parlament hat dem Abkommen bereits in erster Lesung zugestimmt.

Das Abkommen sieht vor, dass die Migrations-, Zoll- und Sicherheitsvorschriften des Gastlandes uneingeschränkt gelten. Beide Staaten behalten sich das Recht vor, die Regelung aus Gründen der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung oder der öffentlichen Gesundheit vorübergehend auszusetzen.

Teil einer breiteren Öffnungsstrategie

Die Vereinbarung mit Aserbaidschan fügt sich in eine umfassendere Strategie Omans ein. Das Sultanat lockert schrittweise seine Einreisebestimmungen, um den internationalen Reiseverkehr zu fördern und politische sowie wirtschaftliche Kontakte auszubauen.

Unabhängig davon haben Oman und die Türkei eine gegenseitige Visabefreiung für Inhaber regulärer Reisepässe eingeführt. Omanische Staatsbürger dürfen sich bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei in der Türkei aufhalten. Türkischen Staatsangehörigen ist ein Aufenthalt von bis zu 30 Tagen pro Einreise in Oman erlaubt, insgesamt jedoch höchstens 90 Tage innerhalb von sechs Monaten.

Das omanische Außenministerium empfiehlt Reisenden, die Gültigkeit ihrer Pässe vorab zu prüfen und eine Krankenversicherung abzuschließen. Darüber hinaus plant Oman, ab 2026 visafreies Reisen auch für philippinische Staatsangehörige einzuführen. Die Regelung soll sowohl touristische als auch geschäftliche Aufenthalte umfassen.


Dieser Artikel entstand in Kooperation mit unserem Partner bne intelliNews

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