Der estnische Entwickler erneuerbarer Energien Sunly plant Investitionen von rund 100 Millionen Euro in einen großen Hybrid-Energiepark im Norden Lettlands. Das Projekt kombiniert Solar- und Windenergie mit modernen Batteriespeichersystemen und soll die Energieversorgung der Region stärken. Darüber berichtete die lettische Nachrichtenagentur LETA am 28. Mai.
Die baltischen Staaten verfolgen seit Jahren das Ziel, ihre Energieunabhängigkeit auszubauen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie früheren russischen Energieimporten zu verringern. Hybrid-Energieparks gelten dabei als wichtiger Baustein der Energiewende.
Sunly zählt zu den am schnellsten wachsenden Entwicklern erneuerbarer Energien im Baltikum. Das Unternehmen konzentriert sich auf Solar-, Wind- und Speicherprojekte in den baltischen Staaten sowie in Polen.
Hybridmodell mit Solar-, Wind- und Speichertechnologie
Das Projekt entsteht in der Nähe von Matīši in der Gemeinde Valmiera. Geplant ist die Kombination von Solar- und Windkraftanlagen mit Batteriespeichersystemen (BESS), die über einen gemeinsamen Netzanschluss betrieben werden.
Nach Angaben von Sunly verfügt der bestehende Solarpark bereits über eine installierte Leistung von 54 Megawatt. Die Anlage produziert jährlich ausreichend Strom, um rund 15.000 Haushalte zu versorgen.
Inzwischen hat das Unternehmen auch die erforderlichen Baugenehmigungen für die Erweiterung zu einem vollwertigen Hybrid-Energiepark erhalten.
Bedeutung für die Energieversorgung im Baltikum
Das Gesamtprojekt könnte zu einer wichtigen Ergänzung der Energieinfrastruktur im Baltikum werden. Die Region investiert verstärkt in erneuerbare Energien, um ihre Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Energiewende voranzutreiben. Die offizielle Eröffnung des Energieparks ist für den 4. Juni vorgesehen.
Im Rahmen der Veranstaltung will Sunly zudem eine Partnerschaft mit dem britischen Technologiekonzern Rolls-Royce bekannt geben. Die Zusammenarbeit soll sich auf die Entwicklung von Batteriespeichersystemen konzentrieren. Laut LETA könnte daraus das bislang größte Energieprojekt von Rolls-Royce im Baltikum entstehen.

