Europäische Luxuswaren sind nach wie vor in großer Vielfalt in Russland erhältlich. Das ergab eine Analyse der Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times, die sich hauptsächlich auf den Warenkatalog des Moskauer Luxuskaufhauses TSUM stützt. Allein von den zehn im Katalog meist vertretenen Marken aus der EU fanden sie mehr als 26.000 verschiedene Artikel, wobei das italienische Dolce & Gabbana mit 4200 Artikeln an der Spitze steht.

Eine Analyse von russischen Zolldeklarationen aus dem 1. Quartal 2025 ergab, dass viele der teuren Modeartikel insbesondere über die Türkei und andere Drittländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate und China nach Russland gelangen. Herkunftsländer in der EU, insbesondere Italien, Deutschland und Litauen, finden sich in der Regel nur bei Waren, deren angegebener Wert unter 300 Euro liegt. Ab dieser Schwelle ist der Export nach Russland durch EU-Sanktionen untersagt.

Allerdings kosten die Luxuswaren in Moskau in etwa doppelt so viel wie in der EU, berichtet das Blatt weiter. Das ergab eine Stichprobe von 600 Artikeln, für die sowohl die russischen als auch die EU-Preise vorlagen. Der Durchschnittspreis für die Auswahl in der EU belief sich auf 1229 Euro, während es in Moskau umgerechnet 2626 Euro waren. Als Quelle für die europäischen Preise nennen die Autoren „Händler in Italien oder Frankreich“, während sie für die russischen Preise nur das Moskauer Luxuskaufhaus TSUM heranzogen.


Dieser Beitrag erschien zuerst im exklusiven Newsletter der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

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