Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai kann sein ehemaliges Werk in Russland aufgrund des Ukraine-Konflikts und der Sanktionen nicht zurückkaufen. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Konkret geht es um einen Vertrag aus dem Jahr 2024, auf dessen Grundlage Hyundai das Werk in St. Petersburg für den symbolischen Preis von 140.000 Won (ca. 83 Euro) vollständig an den russischen Konzern AGR Automotive Group verkauft hatte.
Die Vereinbarung sah eine zweijährige Rückkaufoption vor, die im Januar 2026 ausläuft. „Unter diesen Umständen können wir die Anteile nicht zurückkaufen“, so die Quelle. Sie nannte keine konkreten Gründe dafür, warum Hyundai das Werk nicht zurückkaufen kann, betonte jedoch, dass zuerst der Ukraine-Konflikt beendet werden müsse.
Unklar bleibt, ob nach Ablauf der Januar-Frist Hyundai seine Rückkaufoption endgültig verliert oder eine Verlängerung ausgehandelt werden kann. Vor dem Februar 2022 war das Hyundai-Werk in St. Petersburg eines der größten ausländischen Unternehmen der russischen Automobilindustrie mit einer Produktionskapazität von über 200.000 Hyundai- und Kia-Fahrzeugen pro Jahr, so Reuters.
Dieser Beitrag erschien zuerst im exklusiven Newsletter der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

