In der Nacht auf Samstag haben die USA in einer Militäroperation den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen. Für Russland sei das keine gute Nachricht, weil das lateinamerikanische Land und die Regierung Maduro zu seinen Partnern auf der Weltbühne zählten, erklärt der russische Politikwissenschaftler Alexej Tschernjajew. Der erzwungene Machtwechsel bedrohe die russischen Investitionen und Projekte in Venezuela, so der Experte, ohne Details zu nennen.

Aktuelle Informationen zu den russischen Investitionen liegen nicht vor. Anfang 2019 bezifferte das russische Wirtschaftsministerium die bis dahin akkumulierten Investitionen auf 4,1 Mrd. US-Dollar, für die hauptsächlich Rosneft verantwortlich war. Der staatliche russische Ölkonzern hatte zu dem Zeitpunkt insgesamt 3,5 Mrd. Dollar in die Ölförderung von Venezuela investiert.

Der bilaterale Handel beider Länder hatte in den ersten elf Monaten 2018 ein Volumen von 85 Mio. Dollar, von denen 84 Mio. auf russische Exporte nach Venezuela entfielen. 2024 betrug das Handelsvolumen 200 Mio. Dollar, bis 2030 solle es 400 Mio. Dollar erreichen, sagte Vizepremier Dmitrij Tschernischenko Ende November 2025.


Dieser Beitrag erschien zuerst im exklusiven Newsletter der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

Related Post