← Startseite
Home/ Kasachstan/ Deutschland prüft Ölroute über Polen
Deutschland prüft Ölroute über Polen
Kasachstan · 29.04.2026

Deutschland prüft Ölroute über Polen

Deutschland prüft mit Polen Ersatzlieferungen über Danzig, nachdem kasachisches Öl über Druschba nicht mehr nach Schwedt fließen soll.

Deutschland verhandelt mit Polen über mögliche Ersatzlieferungen für die Raffinerie PCK Schwedt. Hintergrund ist die Ankündigung Russlands, ab dem 1. Mai keine kasachischen Rohöllieferungen mehr über die Druschba-Pipeline nach Deutschland zu transportieren.

Nach einem Bericht von Reuters erklärte ein Sprecher des deutschen Wirtschaftsministeriums, die Gespräche mit Polen liefen weiter. Details nannte er nicht. Lieferverträge seien Sache der beteiligten Unternehmen, die Bundesregierung beobachte den Prozess jedoch aufmerksam.

Danzig als mögliche Ausweichroute

Im Gespräch ist eine vorübergehende Versorgung über den polnischen Hafen Danzig. Von dort könnte Öl über bestehende Infrastruktur nach Schwedt weitergeleitet werden. Polen knüpft solche Lieferungen allerdings an Bedingungen.

Paweł Łukaszewicz vom staatlichen polnischen Pipelinebetreiber PERN erklärte laut Bloomberg, Empfänger des Rohöls müsse einer der nicht-russischen Anteilseigner der Raffinerie sein – also Shell oder Eni.

Die Raffinerie Schwedt wird teilweise von Eni und Shell kontrolliert. Der Anteil des russischen Konzerns Rosneft von mehr als 54 Prozent steht seit 2022 unter Treuhandverwaltung der deutschen Regierung.

Ein Sprecher des polnischen Energieministeriums sagte laut Reuters, Polen verfüge technisch über die Möglichkeit, Notfalllieferungen nach Schwedt abzuwickeln. Ob größere Mengen möglich seien, hänge jedoch von betrieblichen, logistischen und marktbezogenen Faktoren ab.

Kasachstan leitet Mengen um

Die Raffinerie Schwedt, die unter anderem den Großraum Berlin mit Kraftstoffen versorgt, muss nun nach alternativen Bezugsquellen suchen. Bisher kamen über die Druschba-Pipeline auch kasachische Rohöllieferungen nach Deutschland.

Im Jahr 2025 beliefen sich diese Lieferungen auf 2,146 Millionen Tonnen, rund 43.000 Barrel pro Tag. Das war ein Anstieg um 44 Prozent gegenüber 2024. Im ersten Quartal 2026 erreichten die Lieferungen bereits 730.000 Tonnen.

Kasachstan will die ursprünglich für Deutschland vorgesehenen Mengen nun über andere Routen und über russisches Territorium auf die Weltmärkte umleiten. Das berichtete Azattyq unter Berufung auf das kasachische Energieministerium. Die Änderungen seien operativer Natur und hätten keine Auswirkungen auf die Produktions- oder Exportziele Kasachstans.

Deutschland Polen Ölroute Druschba Pipeline Deutschland Hafen Danzig Öltransit kasachisches Öl Deutschland PCK Schwedt Ersatzlieferungen PERN Pipeline Polen Rosneft Schwedt Treuhand Schwedt Raffinerie Ölversorgung
LinkedIn X
Mehr aus KasachstanKuratierte Auswahl
Kasachstan · 23.04.2026 Tokajew warnt vor Militarisierung des Kaspischen Meeres

Fatal error: Uncaught Error: Call to a member function have_posts() on int in /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-content/themes/ostwirtschaft-2026/single.php:134 Stack trace: #0 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-includes/template-loader.php(106): include() #1 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-blog-header.php(19): require_once('/var/www/vhosts...') #2 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/index.php(17): require('/var/www/vhosts...') #3 {main} thrown in /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-content/themes/ostwirtschaft-2026/single.php on line 134