Die Warschauer Börse (WSE) hat im Januar 2026 einen historischen Monat verzeichnet. Der Handelsumsatz erreichte ein Rekordniveau, während die wichtigsten Indizes neue Höchststände markierten, teilte die Börse am 3. Februar mit.

Der kräftige Anstieg der Marktliquidität wurde sowohl von einer starken Inlandsdynamik als auch von einem deutlichen Wachstum im ETF-Segment getragen. Der Aktienumsatz am Hauptmarkt belief sich im Januar auf 52,9 Mrd. Złoty (12,5 Mrd. Euro) – ein Plus von 99,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Tagesumsatz verdoppelte sich nahezu und lag bei 2,56 Mrd. Złoty.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Handel mit börsengehandelten Fonds und Rohstoffprodukten. Das Volumen von ETF- und ETC-Transaktionen stieg auf 718 Mio. Złoty, was einem Zuwachs von mehr als 300 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Indizes erklimmen neue Höchststände

Begleitet wurde die hohe Handelsaktivität von einer breiten Kursrally. Sowohl der Gesamtmarktindex WIG als auch die Indizes für mittelgroße und kleinere Unternehmen – mWIG40 und sWIG80 – erreichten in rascher Folge neue Allzeithochs.

Am 28. Januar stieg der WIG auf einen Rekordstand von 125.561 Punkten. Zwei Tage später folgte der mWIG40 mit 8.978 Punkten, während der sWIG80 bereits am 28. Januar ein neues Maximum von 31.841 Punkten markierte.

Auch die institutionelle Präsenz nahm zu. Die Börse ließ die italienische Großbank UniCredit als eigenhandelnden Marktteilnehmer zu und nahm sie als 37. Börsenmitglied auf. Dies sei ein Zeichen des wachsenden Interesses internationaler Finanzinstitute am polnischen Kapitalmarkt, betonte die WSE.

Marktkapitalisierung auf Rekordniveau

Die starke Marktstimmung spiegelte sich auch in der Bewertung wider. Ende Januar erreichte die Marktkapitalisierung der 356 inländischen Unternehmen am Hauptmarkt 1,11 Bio. Złoty. Einschließlich ausländischer Titel belief sich der Gesamtwert aller 399 gelisteten Unternehmen auf 2,56 Bio. Złoty.

Die Börse wertete die Entwicklung als Ausdruck einer insgesamt robusten Lage am polnischen Aktienmarkt.


Dieser Artikel entstand in Kooperation mit unserem Partner bne intelliNews

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