Autor: Klaus Dormann
Obwohl die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien zu einem Inflationsschub und steigenden Inflationserwartungen geführt haben, senkte die russische Zentralbank ihren Leitzins am Freitag weiter von 14,25% auf 14,0%. Gleichzeitig hob sie ihre Prognose für den Anstieg der Verbraucherpreise am Jahresende 2026 auf 6,0% bis 7,0% an. Bisher hatte sie in ihrer „Mittelfristigen Prognose“ mit einer merklich niedrigeren Inflationsrate von 4,5% bis 5,5% im Dezember gerechnet.
Ihre Prognose für das diesjährige Wirtschaftswachstum senkte die Zentralbank um einen halben Prozentpunkt auf eine Spanne von 0,0 bis 1,0%. Sie schließt jetzt also nicht mehr aus, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahr 2026 völlig stagniert, während die Inflationsrate am Jahresende 2026 mit 6 bis 7% höher sein dürfte als ein Jahr zuvor. Die russische Regierung hat ihre Prognose für den Anstieg des russischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 bereits Mitte Mai auf nur noch 0,4% gesenkt.
In den Jahren 2027 bis 2029 erwartet die Zentralbank eine Erholung der jährlichen Wachstumsrate auf 1,5 bis 2,5%. Andrew Osborn, der Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters für Russland, verweist in einem Reuters-Podcast zu den aktuellen Problemen der russischen Wirtschaft hingegen darauf, dass eine „stetige Verschlechterung“ der Entwicklung der Wirtschaft zu beobachten sei.
Die erneute Leitzinssenkung kam für viele Experten unerwartet
Bei Analysten-Umfragen im Vorfeld der Leitzinsentscheidung hatten die Teilnehmer zumeist erwartet, dass die Zentralbank den Leitzins angesichts der steigenden Kraftstoffpreise und erhöhter Inflationserwartungen unverändert bei 14,25% belässt. Die Zentralbank senkte ihn jedoch erneut um 0,25 Prozentpunkte. Es war die zehnte Leitzinssenkung in Folge. Seit Juni 2025 wurde der Leitzins von einem langjährigen Höchststand von 21 Prozent um insgesamt sieben Prozentpunkte gesenkt.
Leitzins der russischen Zentralbank in Prozent pro Jahr

Trading Economics: Russland Leitzinssatz, 25.07.26
Ihre Inflationsprognose hob die Zentralbank deutlich an
In ihrer zuletzt im April aktualisierten „Mittelfristigen Progonse“ hat die Zentralbank bisher noch erwartet, dass der Anstieg der Verbraucherpreise im Dezember 2026 auf 4,5 bis 5,5 % sinken wird. Jetzt rechnet sie aber mit einer Inflationrate von 6% bis 7% am Jahresende 2026 (Dezember 2025: +5,6%). Sieverwies dazu laut Reuters auf „den erheblichen Anstieg der Kraftstoffpreise.“ Die Benzinpreise sind von Januar bis Juni um 16% gestiegen.
Im Juni gab es einen kräftigen Inflationsschub. Russlands Verbraucherpreisindex stieg laut Rosstat gegenüber dem Vormonat um 0,9%, deutlich schneller als im Monat Mai (+ 0,2% gegenüber April).
Die jährliche Inflationsrate, der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat, beschleunigte sich im Juni auf 6,0% (+5,3% im Mai). Die ukrainischen Angriffe auf Warenlager des Versandhandelsunternehmens Wildberries (Tagesschau.de) dürften weitere Preissteigerungen auslösen.
Im Jahresvergleich 2026 gegenüber 2025 wird der Index der Verbraucherpreise laut der neuen Prognose der Zentralbank um 5,9 bis 6,2% steigen (siehe zweite Zeile der folgenden Tabelle). Im April hatte sie die durchschnittliche Inflationsrate für das Jahr 2026 noch merklich niedriger auf 5,1 bis 5,6% veranschlagt.
Mittelfristige Prognose der russischen Zentralbank (Auszug)

Russische Zentralbank: Bank of Russia’s medium-term forecast following the Bank of Russia Board of Directors’ key rate meeting on 24 July 2026; Auszug; 24.07.26
Zentralbank: „Einmalige Faktoren“ trieben den Preisanstieg
Reuters weist darauf hin, dass die Inflationserwartungen der privaten Haushalte auf den höchsten Stand seit März 2022 stiegen. Sie erhöhten sich von 12,4% im Juni auf 14,7% im Juli. „Sollten sie so hoch bleiben, könnte dies eine nachhaltige Verlangsamung der Inflation behindern“, erklärte die Zentralbank.
In iher Pressemitteilung zur Leitzinssenkung merkte die Zentralbank an, der deutliche Preisanstieg und die höheren Inflationserwartungen seien vor allem durch „einmalige Faktoren“ verursacht worden.
Zentralbank-Präsidentin Nabiullina teilt in ihrem Statement zum Leitzinsentscheid mit, die Zentralbank gehe davon aus, dass die Unternehmen ihre Produktionskapazitäten noch vor Jahresende wiederherstellen werden. Sie meint:
„Mit der Stabilisierung des Kraftstoffmarktes dürften die Inflationserwartungen sinken. Sie zeigten bereits als Reaktion auf die Mehrwertsteuererhöhung eine ähnliche Entwicklung und fielen nach einem kurzen Anstieg ziemlich rasch wieder. …
Angesichts des eingetretenen Anstiegs der Kraftstoffpreise und der daraus resultierenden Preiserhöhungen bei anderen Gütern haben wir unsere Inflationsprognose für dieses Jahr auf 6,0 bis 7,0% nach oben korrigiert. Nach Abklingen der Auswirkungen vorübergehender Faktoren und dank der verfolgten Geldpolitik wird die Inflation im Jahr 2027 wieder auf 4% sinken und sich anschließend auf dem Zielwert stabilisieren.“
Die Angriffe auf Versandhändler könnten die Inflation beschleunigen
In der Pressekonferenz (Video) meinte Nabiullina, die Angriffe auf die Lager des Versandhändlers Wildberries könnten weitere Preisanstiege nach sich ziehen (Vedomosti).
Wie die Geldpolitik auf diese „Anagebotsschocks“ reagieren sollte, erläuterte Nabiullina so: „Ja, der aktuelle Preisanstieg ist aufgrund dieser Angebotsschocks möglich, aber entscheidend ist, ob diese Angebotsschocks zu einem Anstieg der nachhaltigen Inflationskomponenten führen. Das heißt, ob sie Folgeeffekte haben, die uns zu geldpolitischen Maßnahmen zwingen.“ Sie fügte hinzu: „Nicht jeder Angebotsschock erfordert eine geldpolitische Reaktion“ (Finam.ru).
Nabiullina geht davon aus, dass die Versicherungen über ausreichend Kapital zur Regulierung der Schäden verfügen. Sie benötigten keine Unterstützung durch die Zentralbank (Min. 35).
Der finnische Sicherheitsexperte Henri Vanhanen nannte laut Focus online die Angriffe auf Wildberries einen Schlag gegen die „Nervenzentren der russischen Wirtschaft“. Wildberries gilt als größter Onlinehändler Russlands. Mehr als 80 Millionen Menschen in Russland nutzen die Plattform. Über sie verkaufen zudem mehr als eine Million Unternehmen ihre Waren. Deshalb reichen die Folgen der Angriffe nach Einschätzung Vanhanens weit über das Unternehmen selbst hinaus. Die Ukraine rechtfertigt ihre Angriffe damit, dass das Logistiksystem von Wildberries auch Produkte enthalte, die zur Herstellung von Kampfdrohnen benötigt würden (V online Nachrichten).
Der Unternehmerverband RSPP kritisiert: Investitionen werden unrentabel
Der Vizepräsident des Verbandes der Industriellen und Unternehmer RSPP, Alexander Murychev, merkte in einem Kommentar zu den Beschlüssen der Zentralbank an, dass die Kreditkosten für Unternehmen beim aktuellen Leitzins weiterhin hoch seien – bei rund 18 bis 20 Prozent pro Jahr und mehr.
„Unter diesen Bedingungen ist ein erheblicher Teil der Investitionsprojekte, insbesondere in der Industrie, wirtschaftlich nicht rentabel. Die hohen Fremdkapitalkosten behindern die Modernisierung und Automatisierung der Produktion, die Erneuerung des Anlagevermögens, den Kapazitätsausbau und die Umsetzung langfristiger Investitionsprogramme“, erklärte er.
Murychev fordert eine Überarbeitung des Inflationsziels. Er glaubt, dass das Erreichen des 4%-Ziels in naher Zukunft praktisch unmöglich ist.
„Das strikte Festhalten am Inflationsziel um jeden Preis wirkt sich bereits negativ auf den Investitionszyklus aus. Die Anlageinvestitionen dürften im ersten Quartal 2026 um 14,3% gesunken sein, während das BIP-Wachstum weiterhin extrem niedrig ist und in den ersten fünf Monaten dieses Jahres lediglich 0,2% betrug.“
Es gehe nicht darum, das Ziel der Preisstabilität aufzugeben, sondern vielmehr darum, ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Inflationsbekämpfung und der Erholung der Wirtschaft zu finden. Die Wirtschaft benötige Bedingungen, unter denen eine niedrigere Inflation nicht durch Hinnahme eines Investitionsrückgangs und einer Abschwächung der Binnennachfrage erreicht werde. Das berichtet Finam.ru.
Das reale BIP könnte 2026 völlig stagnieren, die Investitionen sinken
Die BIP-Wachstumsprognose für 2026 senkte die Zentralbank auf 0,0 bis 1,0% (April: 0,5 bis 1,5%). In den folgenden Jahren bis 2029 dürfte die russische Wirtschaft nach Einschätzung der Zentralbank um jeweils 1,5 bis 2,5% wachsen, was laut der Zentralbank dem langfristigen Wachstumspotenzial der russischen Wirtschaft entspricht.
BIP-Prognosen für Russland 2024 bis 2027
Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Im Vergleich zur April-Prognose der Zentralbank für 2026 wurde die Prognose für den Anstieg der gesamten Konsumausgaben von 0,5 bis 1,5% um einen Prozentpunkt auf 1,5 bis 2,5% angehoben.
Die Prognose für die Entwicklung der Brutto-Investitionen hat sich hingegen deutlich verschlechtert. Statt eines Anstiegs um 1,0 bis 3,0% wird jetzt ein Rückgang um 3,5 bis 1,5% erwartet.
Außenwirtschaftlich wurde bisher ein Wachstum der Exporte und der Importe um jeweils 0,5 bis 2,5% im Jahr 2026 erwartet. Jetzt prognostiziert die Zentralbank, dass die Importe stärker steigen (1,0 bis 3,0%) als die Exporte (0,0 bis 2,0%)
Präsident Putin gibt sich zuversichtlich: Die Wirtschaft ist „stabil“
Reuters berichtet, dass Präsident Putin am 22. Juli bei einem Treffen mit Zentralbankchefin Elvira Nabiullina und Regierungsmitgliedern versicherte, die Wirtschaft sei trotz „externer Versuche“, die Lage im Brennstoff- und Energiesektor sowie in einigen anderen Sektoren zu destabilisieren, stabil. Putin betonte:
„Die Schwierigkeiten, die wir derzeit auf dem Kraftstoffmarkt erleben, sind mit Sicherheit vorübergehend und werden die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht beeinträchtigen“, berichtet die Tagesschau (siehe auch: en.kremlin.ru; russland.capital).
Im Vorfeld der Leitzinsentscheidung, so Reuters, habe Putin außerdem geäußert, eine Leitzinssenkung „sollte und wird ein natürlicher Prozess sein, basierend auf makroökonomischen Indikatoren und wirtschaftlicher Stabilität.“ Reuters zitiert dazu einen Kommentar des Ökonomen Jewgeni Kogan: „Ein interessanter Zufall: Sobald der Präsident Erwartungen an eine Zinssenkung entwickelte, begannen sie sich sofort zu erfüllen.“
Reuters-Podcast: „Russlands Kriegswirtschaft geht die Puste aus“
Im Gegensatz zu dem zuversichtlichen russischen Präsidenten vermittelt Andrew Osborn, Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters für Russland, im „Reuters Economic World Podcast“ („Econ World“) im Gespräch mit Moderatorin Carmel Crimmins das ein Bild einer ziemlich angeschlagenen russischen Wirtschaft:
Einen „plötzlichen Zusammenbruch“ der russischen Wirtschaft werde es wahrscheinlich zwar nicht geben, meint Osborn. Ökonomen, die die Entwicklung der Wirtschaft genau verfolgten, seien aber der Ansicht, dass eine „stetige Verschlechterung“ zu beobachten sei. Die aktuelle Kraftstoffkrise ist nach Einschätzung von Osborn für Russland „ein ernstes neues Problem“. Es werde ziemlich lange dauern, alle Raffinerien zu reparieren. Mit den Angriffen auf die Raffinerien sei auf jeden Fall „eine neue Ebene der Belastung“ erreicht.
Russlands Wirtschaftsprobleme im Überblick
Reuters verweist in der Einleitung zu dem Podcast auf folgende Haupt-Probleme der russischen Wirtschaft:
Die Ausgaben für den Krieg in der Ukraine kurbeln das Wirtschaftswachstum nicht mehr an, sondern sie belasten die Staatsfinanzen und setzen den Arbeitsmarkt unter Druck.
Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur stellen die Moral der russischen Bevölkerung auf die Probe. Sie haben bei einem der weltweit größten Energieproduzenten die Kraftstoffe verknappt und zwingen die Russen dazu, Schlange zu stehen, um ihre Tanks zu füllen.
Vier Jahre nach dem Einmarsch in die Ukraine stößt Russland an die Grenzen seines durch den Krieg befeuerten Booms. Die Produktion der Wirtschaft stagniert und die Inflation steigt erneut, weil die Angriffe der Ukraine die Kraftstoffpreise in die Höhe treiben.
Nachstehend eine Zusammenfassung der Einschätzungen von Chefkorrepondent Andrew Osborn:
Der finanzielle Druck auf die russische Bevölkerung wächst
Wir sehen zwar keine dramatischen Entwicklungen, aber es gibt durchaus Anzeichen für einen wachsenden finanziellen Druck auf die Menschen. Die Preise sind gestiegen. im letzten Jahr haben deutlich mehr Menschen Privatinsolvenz angemeldet.
Die Lebenshaltungskosten steigen für die Menschen spürbar an, sie geraten zunehmend in Schwierigkeiten. Das wird auch durch Meinungsumfragen bestätigt. Im letzten Monat gab es eine Umfrage von Gallup, die zeigte, dass die Russen pessimistischer hinsichtlich der Wirtschaftslage waren als in den letzten 20 Jahren.
Einen Zusammenbruch der Wirtschaft hat es und wird es nicht geben
Viele Leute haben zu Beginn des Konflikts und auch in den folgenden Jahren der russischen Wirtschaft einen faktischen Zusammenbruch vorhergesagt. Dazu ist es nicht gekommen. Es sieht auch nicht danach aus, dass es dazu kommen wird.
Nach dem unvermeidlichen Schock im ersten Kriegsjahr 2022 mit der Verhängung der westlichen Sanktionen hat Russland seine Industriekapazitäten und den Verteidigungssektor massiv ausgebaut. Das hat die Wirtschaft angekurbelt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Für viele überraschend ist die Wirtschaft in den Jahren 2023 und 2024 recht stark gewachsen. Das Wachstum lag über 4%.
Die Produktion der russischen Wirtschaft hat aber ihren Höhepunkt erreicht
Doch im vergangenen Jahr begann sich das zu ändern: Das Wachstum betrug nur noch 1%. 2026 setzt sich jetzt die Verlangsamung beziehungsweise Stagnation der Produktion fort. Es wird nur noch ein bescheidenes Wachstum von 0,4% prognostiziert.
Russische Regierungsvertreter sagen öffentlich selbst, dass sie die Wirtschaft auf eine Art Kriegswirtschaft umgestellt haben. Sie haben die Produktion hochgefahren und jetzt hat sie ihren Höhepunkt erreicht. Man kann sie nicht weiter steigern, sagen sie selbst.
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es Enpässe
Mitglieder der Regierung äußern sich auch ganz offen zu dem Problem der fehlenden Arbeitskräfte. Es sind wohl mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze, die nicht besetzt werden können – etwa im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor. Die Behörden versuchen daher vor allem Menschen aus Südasien – zum Beispiel aus Indien – dazu zu bewegen, nach Russland zu kommen und diese Arbeiten zu übernehmen, auch weil natürlich viele russische Männer in den Krieg gezogen sind. Präsident Putin spricht ja regelmäßig davon, dass mehr als 700.000 Soldaten in der Ukraine kämpfen. Und natürlich gab es auch schwere Verluste.
Die Sanktionen belasten Russland zusätzlich
Belastet wird die Wirtschaft außerdem natürlich durch die Sanktionen, die immer weiter verschärft werden und Russland zu ständigen Anpassungen zwingen. Russland hat aber bei der Umgehung der Sanktionen sehr flexibel und clever agiert. Die wirtschaftliche Bindung an China und den „Globalen Süden“ ist enger geworden. Das Land bezieht nun Güter aus Staaten, mit denen es zuvor keine Handelsbeziehungen pflegte. Und Russland verkauft jetzt Öl und Gas an Länder, die früher nicht in diesem Umfang beliefert wurden, insbesondere an China und Indien.
Weitere Probleme sind die hohen Zinsen und der starke Rubel
Ein weiteres Problem für die russische Wirtschaft – und darüber beklagen sich russische Unternehmen und Geschäftsleute immer lauter – sind die Kreditkosten, also die hohen Leitzinsen. Sie liegen derzeit bei etwas über 14% (Stand Mitte Juli). Von ihrem Höchststand von 22% sind sie zwar deutlich gesunken, aber die russische Wirtschaft wünscht sich noch niedrigere Sätze. Man strebt mindestens einen Rückgang auf 12% an. Die hohen Zinsen machen die Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen natürlich sehr teuer. Folglich werden Investitionsprogramme gekürzt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der starke Rubel, der die Wirtschaft ebenfalls belastet. Es ist also eine Kombination von Faktoren, die sich nun auswirken und die Wirtschaft bremsen. Die Regierung erklärt, dass sie versucht, „die Abkühlung“ der Wirtschaft zu steuern Genau das geschieht gerade. Aber der „Druck“ auf die Wirtschaft ist derzeit enorm hoch, wahrscheinlich höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit Beginn des Krieges im Jahr 2022.
Die Angriffe auf russische Raffinerien beeinträchtigen die Wirtschaft erheblich
Durch die Angriffe der Ukraine auf Raffinerien in ganz Russland wird die russische Wirtschaft und der Energiesektor erheblich beeinträchtigt. Die Angriffe haben zu Kraftstoffengpässen geführt, die Russland jetzt fieberhaft zu beheben versucht.
Die Kraftstoffpreise steigen. Die Bemühungen, die Inflation zu zügeln, werden untergraben. Die Inflationsrate, die zuvor von rund 10% auf etwas über 5% gesenkt wurde, wird nach oben getrieben.
Von der Inflationsentwicklung hängt natürlich ab, ob man die Zinsen weiterhin senken kann, was von Wirtschaftsvertretern als entscheidend für die Wirtschaft angesehen wird. Es sieht so aus als ob es Schwierigkeiten geben wird, die Zinsen weiter zu senken. Die Kreditkosten bleiben also voraussichtlich hoch. Das wird die russische Wirtschaft belasten.
Der Krieg ist den Menschen viel näher gerückt
Die Störung der Kraftstoffversorgung sorgt natürlich auch für Stress bei der russischen Bevölkerung. Die Menschen sind verärgert und besorgt. Bisher hatten es die russischen Behörden sehr gut verstanden, die Menschen vom Krieg abzuschirmen – vor allem in den Großstädten wie Moskau und St. Petersburg. In diesem Jahr hat sich das geändert. Der Krieg ist den Menschen in den russischen Großstädten viel näher gerückt.
Die Kraftstoff-Engpässe treiben die Inflation nach oben
Die Probleme bei der Kraftstoffversorgung werden wohl noch länger anhalten. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Ukraine bei dieser Kampagne nachlassen wird. Im Gegenteil, sie scheint sogar noch verstärkt zu werden. Aus ukrainischer Sicht ist diese Strategie, gezielt alle Raffinerien anzugreifen, durchaus clever.
Russland ist – wie jedes andere Land auch – auf Benzin und andere Kraftstoffe angewiesen. In Russland werden viele Güter auf der Straße transportiert, quer durch dieses riesige Land – das flächenmäßig größte der Welt. Engpässe bei Benzin und anderen Kraftstoffen bedeuten höhere Kosten für diesen Transport.
Vereinfacht gesagt treibt das wiederum die Inflation an. Genau das will die Zentralbank vermeiden, denn dadurch wird es schwieriger, die Zinsen und Kreditkosten zu senken – was die russische Wirtschaft jedoch dringend anstrebt. Bisher hatten die Behörden durchaus Erfolg dabei, die Inflation zu senken.
Der Anstieg des Ölpreises war ein Vorteil für Russland
Der Konflikt im Nahen Osten hat den Ölpreis in die Höhe getrieben. Das war natürlich gut für Russland. Wir haben einen starken Anstieg der Öl- und Gaseinnahmen erlebt, und zwar erst vor Kurzem, als der Konflikt seinen Höhepunkt erreichte und auch die Ölpreise auf ihrem Höchststand waren.
Das Budgetdefizit ist aber unerwartet hoch
Das Haushaltsdefizit lag zumindest in den ersten fünf Monaten dieses Jahres über dem Zielwert. Russland verfügt jedoch über ein „Polster“, den „Nationalen Wohlstandsfonds“. Auf ihn wurde seit 2022 schon mehrfach zurückgegriffen. Er ist eine Art Reserve für schlechte Zeiten, um Haushaltsdefizite oder unvorhergesehene Ausgaben zu decken. Bereits mehr als die Hälfte der liquiden Mittel sind inzwischen allerdings aufgebraucht.
Wenn man die Staatsverschuldung in Russland mit der in Volkswirtschaften in Europa vergleicht, zum Beispiel in Frankreich oder Großbritannien, die sehr hoch verschuldet sind, dann ist Russland nicht so hoch verschuldet. In der Vergangenheit lag der Fokus der russischen Regierung stets darauf, Reserven aufzubauen.
Der russische Staat sucht neue Einahmequellen
Zur Finanzierung der steigenden Staatsausgaben hat man beschlossen, die Besteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen auszuweiten. Das hat für viel Unmut in der Geschäftswelt gesorgt. Wir haben gesehen, dass etliche Unternehmen deswegen schließen mussten, und zwar vor allem in Moskau – der Hauptstadt und mit Abstand reichsten Stadt Russlands.
Doch der russische Staat sucht natürlich nach weiteren Wegen, um seine Kassen zu füllen, da die Ausgaben für das Militär so hoch sind. Eine leichte Steuererhöhung lag da nahe. Außerdem versucht der Fiskus, staatliche Vermögenswerte zu verkaufen. So wurde einer der wichtigsten Flughäfen Moskaus verkauft.
Russland befindet sich laut Experten nicht kurz vor einer „Bankenkrise“
Einige Ökonomen weisen darauf hin, dass die russischen Banken in erheblichem Maße Aufgaben übernehmen mussten, die normalerweise vom Staat wahrgenommen werden, etwa bei der Kreditvergabe an Verbraucher und Rüstungsunternehmen.
Bedingt durch den Krieg und die steigenden Lebenshaltungskosten sind natürlich einige dieser Kredite mit Risiken verbunden. Gerade bei Verbraucherkrediten ist es oft so, dass die Rückzahlung nicht so schnell erfolgen kann, wie es die jeweiligen Vereinbarungen eigentlich vorsehen. Es herrscht also der Eindruck vor, dass der Anteil an „faulen Krediten“ steigt, insbesondere bei den Verbrauchern, die nun stärker belastet sind als zuvor. Im Hinblick auf die weitaus größeren Kredite an Rüstungs- und Staatsunternehmen hat beispielsweise die Großbank VTB kürzlich angekündigt, ihre Kapitalreserven aufzustocken – als Puffer gegen diese Risiken und die Inflation.
Nach Meinung von Experten steht Russland jedoch nicht kurz vor einer „Bankenkrise“. Der Anteil der uneinbringlichen Forderungen ist – zumindest im Moment, wie es heißt – „beherrschbar“. Da es sich vielfach um Staatsunternehmen handelt, können die Kredite gewissermaßen hin- und hergeschoben oder refinanziert werden. Die Kreditkonditionen lassen sich anpassen, Rückzahlungen können aufgeschoben werden.
Präsident Putin steht unter Druck, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen
In Russlands streng kontrolliertem politischen System ist Präsident Putin zwar natürlich nicht demselben Druck ausgesetzt wie Politiker im Westen. Dennoch gibt es auch für ihn einen gewissen Druck: Im September stehen Parlamentswahlen an. Der Regierung ist es wichtig, dass diese Wahlen reibungslos verlaufen und die Stimmung in der Bevölkerung einigermaßen stabil ist. Auch sie braucht – wie jedes Land im Vorfeld von Wahlen – ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit.
Für Präsident Putin ist die Wirtschaft natürlich wichtig. Der Krieg in der Ukraine – das, was er als „spezielle militärische Operation“ bezeichnet – ist sein Projekt. Er steht dafür gerade. Er ist offensichtlich der Oberbefehlshaber und die Wirtschaft ist eindeutig entscheidend dafür, die Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten.
Russland hat sich an viele Sanktionen erfolgreich angepasst…
Wir haben in jüngster Zeit zwar Anzeichen dafür gesehen, dass einige der Sanktionen tatsächlich stärker zu greifen beginnen. Aber an viele der verhängten Sanktionen hat sich Russland erfolgreich angepasst oder Wege gefunden, sie zu umgehen. Es hat alternative Handelspartner gefunden. Sie haben der Europäischen Union quasi gesagt: „Okay, wenn ihr unser Öl und Gas nicht kaufen wollt, dann finden wir eben jemand anderen, an den wir es verkaufen können.“ Und dann springt Indien ein, und sie verkaufen es an Indien. Das haben wir oft gesehen. Russland gibt sich auch angesichts der angekündigten neuen Sanktionen der EU wie immer ziemlich unbeeindruckt und sagt: „Wir kennen das alles schon und werden uns anpassen.“
… und ist zunehmend von China abhängig geworden
China ist enorm wichtig für die russische Wirtschaft geworden. Kurz bevor der Krieg 2022 begann haben Russland und China ihre sogenannte „Partnerschaft ohne Grenzen“ besiegelt. Während des gesamten Krieges hat Russland viele benötigte Güter in China eingekauft, auch für seine Kriegsmaschinerie.
Es ist eine sehr „pragmatische“ Handelsbeziehung. Wichtig ist der Hinweis, dass China ebenfalls viele Produkte an die Ukraine verkauft – was der Ukraine natürlich hilft, sich gegen Russland zu verteidigen. China beliefert also beide Seiten, aber man kann kaum überschätzen, wie wichtig China für die Unterstützung der russischen Wirtschaft ist. China ermöglicht Russland den Import von Gütern, die Russland früher aus dem Westen bezog, aber jetzt nicht mehr von dort beziehen kann.
Lesetipps:
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer:
- Kraftstoffkrise: Top-Exporteur Russland setzt auf Importe, 21.07.26; Benzinkrise in Russland, 30.06.26
- Russlands Banken: Rekordgewinn, Kreditkrise und Bankenschwund, 14.07.26
- Experten: Steht Russlands Wirtschaft vor Kollaps? 09.07.26
Geldpolitik: Berichte zur Leitzinssenkung am 24. Juli
- Lviv Herald; in cooperation with Prognoz News www.prognoznews.co.uk: Russia’s Economy Encounters the Limits of War, 26.07.26
- russland.capital: Russlands Zentralbank senkt Leitzins auf 14 Prozent – und warnt zugleich vor neuer Inflation, 25.07.26
- Tagesschau.de, Björn Blaschke: Russische Zentralbank senkt Leitzins erneut, 24.07.26
- Finam.ru; Dmitry Nikitin: Kurzlebige Freude. Welche Auswirkungen werden die Entscheidungen der Zentralbank auf den Markt und die Wirtschaft haben? 24.07.26
- Finam.ru; Olga Belenkaya: Die russische Zentralbank – eine unerwartete Senkung des Leitzinses, ein erwarteter Übergang zu einem neutralen Signal und eine Verschärfung der makroökonomischen Prognose. Der prognostizierte Anstieg des durchschnittlichen Leitzinses ist eher moderat; 24.07.26
- Vedomosti: Nabiullina: Preise könnten aufgrund von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf Wildberries-Lager steigen, 24.07.26; Vedomosti; Michail Beljajew: Nabiullinas wichtigste Aussagen nach der Zinssenkung der Zentralbank. Die Kraftstoffinflation beschleunigte sich, die Prognose für den Zinsverlauf wurde angehoben, 24.07.26; Vedomosti: Nabiullina: Die Politik der Zentralbank zielt darauf ab, die Hypothekenzinsen zu senken, 24.07.26
- The Moscow Times: Russian Central Bank Warns of Higher Inflation as It Lowers Key Rate to 14%, 24.07.26
- Reuters: Elena Fabrichnaya and Gleb Bryanski: Russian central bank cuts key rate by 25 bps to 14% as Ukrainian drones hit economy, 24.07.26; Übersetzt von MarketScreener: Russische Zentralbank senkt Leitzins um 25 Basispunkte auf 14% – ukrainische Drohnen treffen die Wirtschaft, 24.07.26
- Handelsblatt: Russische Zentralbank stützt maue Wirtschaft mit weiterer Zinssenkung, 24.07.26
- Investing.com, Senad Karaahmetovic: Russische Zentralbank senkt Leitzins auf 14 %, 24.07.26
Russische Zentralbank senkt Leitzins von 14,25 auf 14,0 Prozent und veröffentlicht neue Prognosen
- Russische Zentralbank: Statement by Bank of Russia Governor Elvira Nabiullina in follow-up to Board of Directors meeting on 24 July 2026, 24.07.26
- Russische Zentralbank: Bank of Russia cuts the key rate by 25 bp to 14.00% p.a., 24.07.26
- Russische Zentralbank: Bank of Russia’s medium-term forecast following the Bank of Russia Board of Directors’ key rate meeting on 24 July 2026, 24.07.26
Vorberichte zur Leitzinsentscheidung am 24. Juli
- russland.capital: Unternehmerverband erwartet keine weitere Zinssenkung, 08.07.26
- Finam.ru; Nachbesprechung: Die Zentralbank hat die Notbremse gezogen. Könnte sie nun mit einer Zinserhöhung fortfahren? 05.07.26
Konjunkturprognosen:
- Russische Zentralbank: Bank of Russia’s medium-term forecast following the Bank of Russia Board of Directors’ key rate meeting on 24 July 2026, 24.07.26
- Eurasian Fund for Stabilization and Development: Regional Economic Outlook, 16.07.26
- russland.capital: Russlands Wirtschaft wächst kaum noch – hohe Zinsen bleiben länger, 16.07.26
- Radio „Kommersant FM“; Leonid Pasternak: Die Inflation hat das Budget umgeschrieben. Was Unternehmer über die Wirtschaftsprognosen der Zentralbank sagen, 16.07.26
- Kommersant.ru; Artem Chugunov: Die Preise setzen die Prognosen unter Druck. Die Konjunkturprognosen und die Inflationserwartungen haben sich verschlechtert; 16.07.26
- Alfa Bank; Alexey Devyatov: Makroökonomische Umfrage der Zentralbank: Analystenprognosen. Analyse der Ergebnisse der Juli-Umfrage, 15.07.26
- Interfax.com: Analysts lower Russian 2026 GDP growth forecast slightly, raise inflation outlook substantially, 15.07.26
- Zentralbank-Analysten-Umfrage: Macroeconomic survey of the CBR, Survey Calendar; 15.07.26
- Vedomosti: Erster Vizepräsident der Gazprombank: Das BIP könnte um 1,3 % steigen. 15.07.26
- OPEC-Sekretariat, Wien: Monthly Oil Market Report, 13.07.26
- Finmarket.ru; Interfax-Umfrage: Analysten prognostizieren für Juni einen Rückgang der Industrieproduktion in Russland um 0,1 Prozent bei einer Inflation von 0,85 Prozent, 10.07.26
Preisentwicklung
- russland.capital: Russlands Inflation steigt auf 5,8 Prozent – Bevölkerung erwartet fast 15 Prozent, 23.07.26
- Finanzmarktwelt; Josephine Bollinger-Kanne: Russland im Griff von Kraftstoffkrise und Ausgabenspirale. Ukraine-Krieg zeigt immer stärker seine Auswirkungen; 15.07.26
- Russische Zentralbank, PM: Inflation in Russland Nr. 6 (126) • Juni; 15.07.26
- Bank of Russia: Price growth accelerates in June due to one-off factors, 15.07.26
- Vedomosti: Die Zentralbank hat die Auswirkungen steigender Kraftstoffpreise auf die Inflation im Juli analysiert, 15.07.26
- Vedomosti.ru: Zabotkin: Die Zentralbank wird die Kraftstoffpreise nicht „ignorieren“. 14.07.26
- Kommersant: Die Zentralbank rechnet nach dem Preisanstieg im Juni mit einem moderaten Preisanstieg, 14.07.26
- Russische Zentralbank; Alexey Zabotkin, Stellvertretender Präsident: Telegram-Kanal „Anmerkungen zur Wirtschaft“: Das Preiswachstum hat sich im Juni beschleunigt. Woraus setzt sich die Inflation heute zusammen? Wird eine Rückkehr zum Rückgang möglich sein? 14.07.26
- Pravda.de: Rosstat verzeichnete einen Rekordanstieg der Benzinpreise in der Russischen Föderation: für das Jahr — fast 20%, für Juni – 6,88%, 11.07.26
- SberCIB Investment Research: Inflation in Russland im Jahr 2026: Dynamik und Prognosen. Wir erörtern die Preisentwicklung seit Jahresbeginn sowie Prognosen von Analysten, der Zentralbank Russlands und des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung, 10.07.26
- Meduza.io; Rosstat: Die Benzinpreise stiegen im Juni um 6,9 %, die Dieselpreise um 7,1 %. Quelle: Interfax; 10.07.26
- Interfax.com: Inflation in Russia accelerates to 0.87% in June, annual inflation to 6.02%, 10.07.26
Aktuelle Konjunkturentwicklung
- FR.de; Nils Thomas Hinsberger: Putins Zahlenspiel: Was der Kreml verschweigt, wenn er von „Stabilität“ spricht, 26.07.26
- Focus online; Cedric Kienhöfer: Ukraine attackiert „Nervenzentren der russischen Wirtschaft”. Mehrere ukrainische Angriffe treffen Lager des Onlinehändlers Wildberries, 26.07.26
- Tagesschau.de, Silke Diettrich: Angriffe auf Wildberries. Der Krieg erreicht „Russlands Amazon“, 25.07.26
- MDR-Interview mit Wassili Astrow: Ukraine-Krieg. Russlands Wirtschaft ist getroffen. Einziger Kriegsgewinner ist die Rüstungsindustrie. Doch in der Bevölkerung herrscht Unmut; 25.07.26
- Bond Guide: Ukraine stichelt erfolgreich gegen Russland und bringt dessen Staatsfinanzen unter Druck. Russland kämpft mit steigenden Finanzierungskosten, wachsendem Budgetdefizit und neuen Drohnenangriffen auf zivile Logistik. Zugleich verharrt die Inflation auf hohem Niveau. Das berichten Alexandra Prokopenko und Alexander Kolyandr in ihrer aktuellen Analyse für The Bell. 25.07.26
- Reporter; Andrey Elistratov: Ein Experte wies auf das Hauptproblem der russischen Wirtschaft hin, 23.07.26; Juri Baranchik: Kommentar zur makroökonomischen Basisanalyse des CMASF, 23.07.26
- russland.capital: Russlands Unternehmerverband warnt vor Konkurswelle im Herbst, 23.07.26
- Trading Economics; Larissa Caser: Russia Industrial Production Rebounds in June, 22.07.26
- Politico.eu; Geoffrey Smith: Ukraine’s drone strikes pile pressure on Russian economy. As its refineries and warehouses burn, Russia’s financial markets are starting to freeze, 22.07.26
- Interfax.com: State of Russian economy, key sectors stable despite attempts to destabilize fuel market – Putin, 22.07.26
- en.kremlin.ru: Meeting on economic issues, 22.07.26
- Marketpower.pro: Das Zentrum für makroökonomische Analyse und Kurzfristprognose (CMASF) hat Anzeichen einer Stagflation in der russischen Wirtschaft festgestellt. Experten bewerten die Risiken einer wirtschaftlichen Abschwächung bei anhaltend hoher Inflation. 20.07.26
- Banki.ru, Maria Queen: Experten haben vor einer beinahe stagflationären Situation in der russischen Wirtschaft gewarnt. Laut dem Bericht „Studie 2. Inflation und Anti-Inflationspolitik“ des Zentrums für makroökonomische Analyse und Kurzfristprognose (CMASF), über den die Zeitung „Vedomosti“ berichtete, befindet sich die russische Wirtschaft bereits in einer nahezu stagflationären Situation. 20.07.26
- TASS.ru: Der Experte Eremkin rechnet damit, dass die russische Wirtschaft bis Ende des Jahres um 0,7 % wachsen wird. Laut dem leitenden Forscher der Presidential Academy wird die Investitionspause enden, aber die Grundlage für die Erholung bleibt dieselbe. 20.07.26
- Focus Online; Lars-Eric Nievelstein: Öl- und Gasexporte zu niedrig. Kraftstoffkrise löst in Russland Stagflation aus; 18.07.26
- Reuters-Podcast „Econ World“; Moderatorin Carmel Crimmins spricht mit Andrew Osborn, Reuters-Chefkorrespondent für Russland: The price of war. Russia’s growth is flagging and inflation is rising as Ukrainian attacks push up fuel prices. Russland zahlt einen immer höheren Preis für Präsident Wladimir Putins Krieg in der Ukraine. Das Wirtschaftswachstum stagniert, und die Inflation steigt erneut, da die Angriffe der Ukraine die Treibstoffpreise in die Höhe treiben; 36 Min.; 16.07.26
- russland.capital: Kreml bezeichnet Russlands Wirtschaft trotz schwachen Wachstums als stabil, 17.07.26; russland.capital: Russlands Wirtschaft zwischen teurem Geld und teurem Benzin,15.07.26
- Interfax.ru: Analysten der Bank von Russland stellten eine Wiederaufnahme des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal fest.15.07.26
Kraftstoffversorgung, Energiewirtschaft
- ntv.de; Caroline Amme: Moskaus neue Tankstelle. Russland kauft sein Rohöl aus Indien zurück – als raffiniertes Benzin; auch als Podcast „Wieder was gelernt verfügbar; 23.07.26
- russland.capital: Russlands Regierung meldet Entspannung auf dem Treibstoffmarkt, 22.07.26
- ntv.de; Max Borowski: Warnung vor Diesel-Engpass. Zerstörung russischer Raffinerien treibt europäische Spritpreise in die Höhe, 22.07.26
- Deutsch-Russische Auslandshandelskammer; Analyse: Kraftstoffkrise: Top-Exporteur Russland setzt auf Importe, 21.07.26
- Meduza; Julia Starostina: How much damage can Russia’s fuel crisis do to the economy? 21.07.26
- Eurasia Daily Monitor; Vadim Shtepa: Russian Fuel Crisis Driving Discontent, 21.07.26
- ntv; Christian Hermann: Jagd auf Benzin und Diesel. Telegram ist Russlands neue Tankstelle, 19.07.26,
- bne IntelliNews; Ben Aris: Fuel crisis hitting Russia’s real economy as agricultural peak season approaches. 18.07.26
- ntv Nachrichten: Geht Putin der Sprit aus? Ukraine trifft Russlands Ölindustrie, Video, 17.07.26
- The Moscow Times: Russland bereitet sich darauf vor, nach Benzin auch Dieselkraftstoff zu importieren. 17.07.26
- RBC Ukraine; Daryna Vialko: Russia to import diesel after gasoline as fuel crisis deepens, media reports, 17.07.26; Russia’s fuel crisis deepens as drone attacks send prices to record highs. 15.07.26
- Financial Post; Bloomberg News: Russian Fuel Prices Soar as Drone Attacks Curb Refinery Output; mit Chart; 15.07.26
- MDR aktuell; Putins Krieg – Interviews und Hintergründe, Rebecca Barth: Neue Drohnenstrategie setzt Russland unter Druck. Mit Drohnen greift die Ukraine verstärkt den russischen Energiesektor an,15.07.26; MDR aktuell, Lilia Becker:Tanknotstand in Russland; Audio, 3 Min., 10.07.26
- Blick.ch, Patrik Berger: Putins Benzin-Krise immer irrer, 15.07.26
- Kommersant; Artem Chugunov: Benzin nähert sich der Rate. Die Zentralbank und Analysten bewerteten die wirtschaftlichen Auswirkungen der Situation auf dem Kraftstoffmarkt; 14.07.26


