Die slowenische Wirtschaft ist im Jahr 2025 um 1,1 Prozent gewachsen. Das geht aus einer ersten Schätzung des Statistikamtes vom 16. Februar hervor. Nach einem schwächeren Vorjahr bleibt das Wachstum damit verhalten – getragen vor allem vom Binnenkonsum.
Der private und staatliche Verbrauch erwies sich als wichtigste Stütze der Konjunktur. Insgesamt legte der Binnenkonsum um 2,6 Prozent zu. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,7 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben um 1,6 Prozent.
Auch die Investitionen entwickelten sich differenziert. Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich um 4,1 Prozent. Besonders stark wuchsen Investitionen in Nichtwohngebäude und Infrastruktur mit einem Plus von 13,5 Prozent. Dagegen ging der Wohnungsbau um 7,5 Prozent zurück. Die Investitionen in Maschinen und Ausrüstung stagnierten nahezu und legten lediglich um 0,7 Prozent zu.
Schwache Außenkonjunktur bremst
Vom Außenhandel gingen kaum Impulse aus. Die Exporte wuchsen lediglich um 0,3 Prozent, während die Importe um 2,1 Prozent zulegten. Damit belastete der Außenbeitrag das Wachstum.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich ebenfalls eine leichte Eintrübung: Die Beschäftigung sank um 0,4 Prozent, was einem Rückgang von rund 4.900 Stellen entspricht. Besonders betroffen waren das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe.
Im vierten Quartal beschleunigte sich das Wachstum allerdings auf 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblich war ein Anstieg des privaten Konsums um 3,0 Prozent.
Die slowenische Zentralbank verweist auf eine schwache Auslandsnachfrage und zurückhaltende private Investitionen als Bremsfaktoren im Jahr 2025. Für 2026 rechnen die Währungshüter jedoch mit einer konjunkturellen Erholung.
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