Die jährliche Inflationsrate in Usbekistan ist im Dezember auf 7,3 Prozent gefallen. Das teilte das nationale Statistikkomitee mit. Im November hatte die Teuerung noch bei 7,5 Prozent gelegen. Vor einem Jahr lag die Inflationsrate bei knapp 9,8 Prozent.
Damit bestätigt der Dezemberwert die jüngste Jahresendprognose der Zentralbank Usbekistans. Auf Monatsbasis zog die Inflation im Dezember leicht auf 0,9 Prozent an, blieb damit jedoch unter dem für Dezember 2024 erwarteten Wert.
Regionale Unterschiede bei der Teuerung
Regional zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Die höchste monatliche Teuerung verzeichnete die Region Choresm mit 1,1 Prozent, gefolgt von Taschkent, Andijan und Namangan mit jeweils 1 Prozent. Auf Jahressicht stiegen die Preise in der Region Fergana und in Karakalpakstan am stärksten, jeweils um 7,7 Prozent.
Die niedrigste jährliche Inflation wurde in der Region Jizzakh mit 6,7 Prozent gemessen. In der Stadt Taschkent und der umliegenden Region lagen die Raten mit 7,1 beziehungsweise 7,2 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt.
Preistreiber bleiben Energie und Dienstleistungen
Preistreiber blieben im Dezember vor allem die Lebensmittelpreise, die gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent anzogen – der stärkste Anstieg seit März. Im Jahresvergleich erhöhten sie sich um 5,5 Prozent. Die Preise für Non-Food-Artikel stiegen monatlich um 0,3 Prozent und lagen auf Jahressicht bei 5,1 Prozent, deutlich unter dem Vorjahreswert.
Die Energiepreise entwickelten sich unterschiedlich. Benzin verteuerte sich im Dezember um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 11,9 Prozent im Jahresvergleich. Flüssiggas legte monatlich um 1,3 Prozent zu, blieb jedoch 10,5 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Die Methanpreise stagnierten im Monatsvergleich, lagen aber rund 30 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Auch im Dienstleistungssektor blieb der Preisdruck hoch. Die Preise stiegen im Dezember um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 13,9 Prozent im Jahresvergleich. Besonders stark verteuerten sich im Jahresverlauf die Wohn- und Energietarife, die im Durchschnitt um 17,1 Prozent zulegten.
Die Kosten für den Personentransport stiegen weiter. Flugtickets verteuerten sich im Jahresvergleich um 21,7 Prozent, Stadtbusfahrpreise um 21,1 Prozent und S-Bahn-Tarife um 10,1 Prozent. Damit bleiben Energie und Dienstleistungen die zentralen Treiber der Inflation in Usbekistan.
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