Der Außenhandelsumsatz Usbekistans ist 2025 deutlich gestiegen. Nach offiziellen Angaben erhöhte sich das Handelsvolumen im Jahresvergleich um 20,7 % beziehungsweise 13,9 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 81,2 Milliarden US-Dollar.
Das Handelsbilanzdefizit belief sich auf 13,54 Milliarden US-Dollar. Die Exporte wuchsen um 24 % auf 33,81 Milliarden US-Dollar. Treiber waren höhere Ausfuhren von Edelmetallen, Agrarprodukten und Dienstleistungen. Die Importe nahmen um 18,5 % auf 47,35 Milliarden US-Dollar zu.
China blieb mit einem Anteil von 21,2 % wichtigster Handelspartner. Der bilaterale Handel erreichte 17,23 Milliarden US-Dollar und lag damit 36 % über dem Vorjahreswert. Russland folgte mit 12,99 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei. Der Handel mit Kasachstan belief sich auf 4,97 Milliarden US-Dollar.
Weitere bedeutende Partner waren die Türkei (3,7 % des Handelsvolumens) und Südkorea (2,1 %). Insgesamt betrieb Usbekistan 2025 Außenhandel mit 210 Ländern.
Gold und Dienstleistungen als Wachstumsmotoren
Waren machten 71,1 % der Exporte aus. Auf Industriegüter entfielen 11,8 %, auf Nahrungsmittel und lebende Tiere 8,7 %, auf chemische Erzeugnisse 6,3 % und auf sonstige Fertigwaren 5,0 %.
Gold spielte erneut eine zentrale Rolle. Die Goldexporte überstiegen 9,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 32,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das Edelmetall machte mehr als 29 % der Gesamtexporte aus – trotz eines vollständigen Exportstopps im Dezember.
Auch die Dienstleistungsexporte legten kräftig zu. Sie stiegen um 28,9 % auf 9,76 Milliarden US-Dollar und erreichten damit einen Anteil von knapp 29 % an den Gesamtexporten. Größte Segmente waren Reisen und Tourismus, Transport sowie IT- und Informationsdienstleistungen.
Die Exporte von Obst und Gemüse wuchsen mengenmäßig um 6,2 % auf 2,16 Millionen Tonnen. Wertmäßig legten sie um fast 37 % auf 2,12 Milliarden US-Dollar zu. Dagegen gingen die Textilexporte um 8,2 % auf 2,63 Milliarden US-Dollar zurück.
Auf der Importseite dominierten Maschinen und Transportausrüstung mit einem Anteil von 33,8 %, gefolgt von Industriegütern und chemischen Produkten. Wichtigste Lieferländer waren China, Russland und Kasachstan.
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