Die jährliche Inflation in Usbekistan ist im April leicht auf 7,0 Prozent gesunken. Im März hatte sie noch bei 7,1 Prozent gelegen, vor einem Jahr bei 10,1 Prozent. Das teilte das nationale Statistikkomitee mit.
Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Damit blieb die Dynamik gegenüber März unverändert und lag leicht unter dem Wert vom April 2025, als die Preise um 0,7 Prozent gestiegen waren.
Die Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Obst und Gemüse, lag im April bei 7,6 Prozent im Jahresvergleich. Im Vorjahr hatte sie noch 12,3 Prozent betragen.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 2,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Anstieg bei 2,9 Prozent gelegen.
Lebensmittel bleiben wichtigster Preistreiber
Lebensmittel blieben im April der wichtigste Faktor für die monatliche Inflation. Sie verteuerten sich um 1,0 Prozent und trugen damit zu mehr als 60 Prozent zum gesamten Preisanstieg bei.
Die Preise für Nicht-Lebensmittel stiegen im Monatsvergleich moderat um 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich lagen sie um 5,2 Prozent höher. Damit setzte sich der Rückgang gegenüber der jährlichen Inflation von 6,7 Prozent im April 2025 fort.
Auch die Inflation im Dienstleistungssektor schwächte sich ab, blieb aber erhöht. Dienstleistungen verteuerten sich im Monatsvergleich um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 12,0 Prozent.
Kraftstoffe und Verkehr mit gemischter Entwicklung
Im Transportsektor stiegen die Benzinpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lagen sie um 11,2 Prozent höher.
Die Preise für Flüssiggas sanken im Monatsvergleich um 2,8 Prozent und lagen 16,7 Prozent unter dem Niveau vom April 2025. Dabei gilt eine Preisobergrenze von 7.000 Sum pro Liter.
Methan verteuerte sich im Monatsvergleich um 0,7 Prozent und kostete fast 28 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Im Personenverkehr stiegen die Preise für internationale Flüge um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, lagen aber 7,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Inlandsflüge verteuerten sich monatlich um 2,3 Prozent, waren im Jahresvergleich jedoch 13,1 Prozent günstiger. Der Stadtbusverkehr stieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fernbahnfahrten wurden monatlich um 1,4 Prozent teurer und lagen 13,6 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Tarife für Versorgungsleistungen blieben weitgehend stabil. Eine Ausnahme bildete die Abfallentsorgung: Ihre Preise stiegen im Monatsvergleich um 2,4 Prozent und im Jahresvergleich um 28,0 Prozent.

