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Zentralasien sucht Fachkräfte für grüne Energie
Zentralasien · 28.04.2026

Zentralasien sucht Fachkräfte für grüne Energie

Regierungen in Zentralasien arbeiten daran, Bildungssysteme stärker auf Solar- und Windenergie auszurichten.

Zentralasiatische Regierungen müssen ihre Bildungssysteme stärker auf die wachsenden Anforderungen der erneuerbaren Energien ausrichten. Das erklärten Teilnehmer der Zentralasiatischen Klimakonferenz CACCC-2026 in Astana. Mit den steigenden Investitionen in Solar- und Windkraft wächst auch die Lücke zwischen dem Bedarf der Unternehmen und den verfügbaren Fachkräften.

Der stellvertretende turkmenische Bildungsminister Azat Atayev sagte, Turkmenistan investiere trotz seiner traditionellen Stärke bei Öl und Gas zunehmend in erneuerbare Energien. Gleichzeitig müsse das Land eine neue Generation von Spezialisten ausbilden, die diesen Wandel praktisch umsetzen könne.

„In Turkmenistan sind wir reich an Öl und Gas, aber wir bauen auch weiterhin Wind- und Solarenergieanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt aus“, sagte Atayev auf einer Pressekonferenz während der Veranstaltung.

Bildungssysteme sollen näher an die Industrie rücken

Atayev betonte, dass der Ausbau der Infrastruktur nur funktionieren könne, wenn gleichzeitig passende Fachkräfte ausgebildet würden. Entscheidend sei, welche Kompetenzen in der künftigen Energiebranche gebraucht werden und wie Universitäten und Ausbildungseinrichtungen darauf reagieren.

Turkmenistan analysiere deshalb gezielt die Lücke zwischen Lehrplänen und Arbeitsmarktnachfrage. Zukunftsstudien sollen zeigen, welche Qualifikationen in Bereichen wie Energie, Transport und Logistik künftig besonders gefragt sind.

„Nachdem wir Diskrepanzen identifiziert haben, ermitteln wir mittels einer Kompetenzlückenanalyse, welche Qualifikationen benötigt werden und welche derzeit fehlen“, sagte Atayev. Auf dieser Grundlage bereiteten Universitäten nun Projekte vor, die stärker auf die Anforderungen der grünen Transformation ausgerichtet seien.

Ein wichtiger Teil der Strategie ist eine engere Verbindung zwischen Hochschulen und Unternehmen. Studierende sollen stärker praxisorientiert ausgebildet werden, damit sie später direkt in Industrieprojekten eingesetzt werden können. Atayev betonte, dieser Ansatz sei nicht nur für die Energiewende wichtig, sondern für alle Wirtschaftsbereiche.

Fachkräftemangel als Risiko für den Ausbau erneuerbarer Energien

Das Thema gewinnt in Zentralasien an Dringlichkeit. Die Regierungen der Region planen, in den kommenden Jahren bis zu 8 Gigawatt neue Solar- und Windkraftkapazität aufzubauen. Doch das Tempo der Projektentwicklung übersteigt bereits heute die Fähigkeit der Bildungs- und Ausbildungssysteme, genügend qualifizierte Arbeitskräfte bereitzustellen.

„Beim Übergang zu sauberer Energie geht es nicht nur um Technologie und Investitionen. Vor allem braucht es Spezialisten, die die Energiesysteme der Zukunft entwerfen, bauen und warten können“, sagte Batyr Mamedov, Geschäftsführer des Regionalen Umweltzentrums für Zentralasien (CAREC).

Er verwies auf das große Potenzial der Region bei Solar- und Windenergie. Damit dieses Potenzial nicht nur auf dem Papier bestehe, müssten Unternehmen und Universitäten enger zusammenarbeiten und gemeinsame Standards entwickeln.

Auf der Konferenz diskutierten Vertreter von CAREC, OSZE, GIZ und weiteren Organisationen, wie Bildungsprogramme besser an die Bedürfnisse des Marktes angepasst werden können. Im Mittelpunkt standen praktische Ausbildung, stärkere Kooperation mit der Privatwirtschaft und gemeinsame regionale Initiativen.

Ein erwartetes Ergebnis ist die Unterzeichnung von Absichtserklärungen zwischen technischen Universitäten in Zentralasien und CAREC. Ziel ist ein regionales System zur Ausbildung von Fachkräften, zur Förderung gemeinsamer Forschung und zur Stärkung der akademischen Mobilität.

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