← Startseite
Home/ Mitteleuropa/ Polen baut Goldreserven weiter aus
Polen baut Goldreserven weiter aus
Mitteleuropa · 08.04.2026

Polen baut Goldreserven weiter aus

Polen baut seine Goldreserven weiter aus und nutzt die Preisrückgänge am Weltmarkt gezielt für neue Käufe.

Die polnische Zentralbank hat ihre Goldreserven im März erneut deutlich erhöht und dabei offenbar gezielt eine Korrektur am Weltmarkt genutzt. Nach Berechnungen auf Basis aktueller Daten stiegen die Bestände auf rund 583 Tonnen – ein weiterer Schritt auf dem Weg zum ambitionierten Ziel von 700 Tonnen.

Aus den veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass die Nationalbank Polens ihre Bestände um etwa 13 Tonnen ausgebaut haben dürfte. Damit wäre der März bereits der zweite Monat in Folge mit kräftigen Zukäufen, nachdem schon im Februar mehr als 20 Tonnen Gold erworben worden waren. Insgesamt belaufen sich die Reserven nun auf rund 18,76 Millionen Unzen.

Bemerkenswert ist dabei das Marktumfeld, in dem die Käufe stattfanden. Die internationalen Goldpreise zeigten sich im März extrem volatil. Nach geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sprang der Preis zunächst auf ein Rekordniveau, bevor er innerhalb kurzer Zeit deutlich korrigierte. In der Spitze fiel der Preis um mehr als ein Viertel – eine Gelegenheit, die die NBP offenbar konsequent nutzte.

Der Gesamtwert der Goldreserven lag Ende März bei rund 84,4 Milliarden US-Dollar. Trotz des Ausbaus der physischen Bestände sank dieser Wert gegenüber Februar deutlich – ein Effekt der zwischenzeitlich gefallenen Preise.

Die Zentralbank selbst äußerte sich bislang nicht zu Details der Transaktionen. Weder Zeitpunkt noch durchschnittlicher Kaufpreis wurden offengelegt. Eine offizielle Bestätigung der genauen Bestände wird erst mit dem nächsten detaillierten Bericht zur Devisenliquidität erwartet.

Fest steht jedoch: Polen gehört seit Jahren zu den aktivsten Goldkäufern weltweit. Allein in den vergangenen drei Jahren hat die Zentralbank ihre Bestände um mehr als 320 Tonnen erhöht. Mit den jüngsten Zukäufen rückt das Land im internationalen Ranking weiter nach oben und zählt inzwischen zu den größten Goldhaltern weltweit – noch vor Institutionen wie der Europäischen Zentralbank oder Ländern wie Großbritannien und Spanien.

Die Strategie dahinter ist klar: Gold soll als stabiler Wertanker dienen und die Widerstandsfähigkeit der Währungsreserven stärken – insbesondere in einem Umfeld wachsender geopolitischer Unsicherheit und volatiler Finanzmärkte.

LinkedIn X Mail Drucken
Mehr aus MitteleuropaKuratierte Auswahl
Mitteleuropa · 14.04.2026 MOL–NIS-Deal nach Ungarns Wahl offen

Fatal error: Uncaught Error: Call to a member function have_posts() on int in /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-content/themes/ostwirtschaft-2026/single.php:143 Stack trace: #0 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-includes/template-loader.php(106): include() #1 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-blog-header.php(19): require_once('/var/www/vhosts...') #2 /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/index.php(17): require('/var/www/vhosts...') #3 {main} thrown in /var/www/vhosts/rirpbzzj.host285.checkdomain.de/ostwirtschaft.de/wp-content/themes/ostwirtschaft-2026/single.php on line 143