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Polen führt NATO bei Verteidigungsausgaben an
Mitteleuropa · 31.03.2026

Polen führt NATO bei Verteidigungsausgaben an

Europas Aufrüstung nimmt Fahrt auf: Polen setzt 2025 neue Maßstäbe bei den Verteidigungsausgaben innerhalb der NATO.

Polen baut seine militärische Stärke weiter konsequent aus – und setzt innerhalb der NATO neue Maßstäbe. Im Jahr 2025 wird das Land mehr als 166 Milliarden Złoty (rund 38,8 Milliarden Euro) für Verteidigung ausgeben. Das entspricht 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – der höchste Anteil aller Bündnisstaaten.

Die Zahlen stammen aus dem jüngsten Jahresbericht der NATO, der am 26. März veröffentlicht wurde. Sie verdeutlichen eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet: Polen steigert seine Verteidigungsausgaben kontinuierlich und deutlich. 2024 lagen sie noch bei 137,2 Milliarden Złoty, der Anteil am BIP betrug 3,76 Prozent. 2023 waren es 3,26 Prozent, 2022 lediglich 2,21 Prozent.

Damit hat sich Polen innerhalb weniger Jahre vom Durchschnittsmitglied zum Spitzenreiter entwickelt. Auch insgesamt nimmt das militärische Engagement innerhalb des Bündnisses spürbar zu. NATO-Generalsekretär Mark Rutte zufolge werden die Verteidigungsausgaben der Alliierten für den Kernbereich 2025 die Marke von 1,4 Billionen US-Dollar (zu konstanten Preisen von 2021) überschreiten.

Vor allem europäische Staaten und Kanada haben ihre Budgets deutlich erhöht. Zwischen 2024 und 2025 stiegen ihre Verteidigungsausgaben real um mehr als 100 Prozent. Allein im Jahr 2025 investieren sie zusammen rund 574 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Neben Polen gehören auch die baltischen Staaten zu den Spitzenreitern. Litauen kommt auf rund 4 Prozent des BIP, Lettland auf 3,74 Prozent. Es folgen Estland (3,42 Prozent), Dänemark (3,34 Prozent) und Norwegen (3,2 Prozent). Die USA liegen mit 3,19 Prozent ebenfalls im oberen Bereich.

Am unteren Ende der Skala erfüllen Länder wie Portugal, Spanien, Albanien, Kanada und Belgien zwar die NATO-Zielmarke von zwei Prozent des BIP – bleiben aber deutlich hinter den führenden Staaten zurück. Der Trend ist eindeutig: Die sicherheitspolitische Lage zwingt viele NATO-Mitglieder zu deutlich höheren Ausgaben. Polen geht dabei voran – und setzt den Maßstab für die neue Phase der Aufrüstung in Europa.

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