Die polnische Industrie zeigt erste Anzeichen einer Erholung. Nach einem Rückgang zu Jahresbeginn ist die Produktion im Februar wieder leicht gestiegen – und übertrifft damit die Erwartungen der Analysten.
Die Industrieproduktion legte im Jahresvergleich um 1,5 Prozent zu und kehrte damit in den positiven Bereich zurück. Auch saisonbereinigt zeigt sich eine moderate Dynamik. Vor allem der Bergbau und der Versorgungssektor sorgten für kräftige Impulse, während andere Industriezweige uneinheitlich blieben
Ökonomen erwarten, dass sich die vorsichtige Aufwärtsbewegung fortsetzen könnte. Verbesserte Wetterbedingungen dürften die Produktion zusätzlich stützen. Gleichzeitig bleibt der Blick nach vorn gedämpft: Die Auswirkungen steigender Energiepreise könnten sich erst in den kommenden Monaten stärker bemerkbar machen.
Die jüngsten Daten ändern vorerst nichts an der geldpolitischen Linie. Angesichts stabiler Arbeitsmärkte und anhaltender Unsicherheiten – insbesondere durch die Lage im Nahen Osten – dürfte die polnische Zentralbank an ihrem abwartenden Kurs festhalten.
Das Umfeld bleibt fragil: Schwankende Energiemärkte und geopolitische Risiken könnten die konjunkturelle Erholung jederzeit ausbremsen – und stellen auch die Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre infrage.
