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Seven & i prüft Einstieg bei Żabka
Mitteleuropa · 17.07.2026

Seven & i prüft Einstieg bei Żabka

Die Żabka-Aktie sprang nach Berichten über eine mögliche Beteiligung von Seven & i Holdings deutlich an.

Laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei vom 16. Juli, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, befindet sich der japanische Einzelhandelskonzern Seven & i Holdings in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Beteiligung an der Żabka-Gruppe, Polens größtem Betreiber von Convenience-Stores. Die Nachricht ließ den Aktienkurs von Żabka im Tagesverlauf um bis zu 17% steigen, bevor die Aktie mit einem Plus von 10,87% bei 31,10 PLN schloss.

Seven & i plant Beteiligung

Seven & i erwägt Berichten zufolge den Erwerb einer zweistelligen Beteiligung an Żabka. Der Wert der möglichen Investition wird auf mehrere hundert Milliarden Yen geschätzt. Polen wäre nach Schweden, Dänemark und Norwegen der vierte europäische Markt des japanischen Konzerns. Europa soll neben Asien und den USA zu einer weiteren wichtigen Wachstumssäule werden. Seven & i plant, seine globale Präsenz von derzeit 19 auf 30 Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts auszubauen.

Regierung sieht Vertrauensbeweis

Der polnische Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański begrüßte die Berichte über den möglichen Einstieg.

„Soweit ich weiß, erwägt der japanische Investor den Erwerb einer zweistelligen Beteiligung an Żabka. Ich denke, das ist ein Zeichen des Vertrauens in die polnische Wirtschaft, in die Stärke unseres Marktes und in die Tatsache, dass unsere Wirtschaft auch in den kommenden Jahren weiter wachsen wird“, sagte Domański auf einer Pressekonferenz.

„Als für die Wirtschaft zuständiger Minister sehe ich dies als ein weiteres Beispiel für die Attraktivität des polnischen Marktes für Investoren – in diesem Fall aus Japan“, fügte er hinzu.

Experten erwarten weiteres Interesse

Auch Marktbeobachter bewerten die Entwicklung positiv. Andrzej Bieniek, Investmentdirektor von Esaliens TFI, sieht darin einen weiteren Beleg dafür, dass internationale Konzerne Polen und die gesamte Region Mittel- und Osteuropa zunehmend als attraktive Wachstumsregion wahrnehmen.

„Ausländische Investoren erkennen die starken makroökonomischen Fundamentaldaten, die steigende Kaufkraft der Verbraucher, die vergleichsweise hohen Wachstumsraten und die geringere Marktsättigung gegenüber Westeuropa. Seit rund vier Jahren beobachten wir ein stetig wachsendes Interesse internationaler Finanz- und strategischer Investoren an Polen und der CEE-Region. Dieser Trend beschleunigt sich inzwischen deutlich und umfasst zunehmend größere Transaktionen“, zitierte die Tageszeitung Parkiet den Experten.

Michał Stajniak, stellvertretender Leiter der Analyseabteilung des Brokerhauses XTB, betonte, dass Seven & i seine internationale Strategie verändere.

„Seven & i Holdings entfernt sich vom reinen Lizenzmodell und setzt verstärkt auf direkte Kapitalbeteiligungen. Das Unternehmen möchte seine bewährten Konzepte in Europa etablieren, darunter einen starken Fokus auf Catering sowie frische Lebensmittel und To-go-Angebote – ein Ansatz, der hervorragend zum Geschäftsmodell von Żabka passt“, sagte Stajniak.

Mehrheitsbeteiligung möglich

Die Transaktion könnte mehr als 47% der Anteile an Żabka umfassen. Der Fonds Heket Topco hält derzeit 37,7% der Unternehmensanteile, während die PG Investment Company weitere 10% des Aktienkapitals besitzt.

Die letzte größere ABB-Transaktion mit Żabka-Aktien fand im Herbst 2025 statt. Damals verkauften die Hauptaktionäre insgesamt 100 Millionen Aktien zu einem Preis von 21,50 PLN (4,96 Euro) je Anteil. Das entsprach rund 10% des Aktienkapitals des Unternehmens.

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