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Tschechiens Industrie wächst wieder
Mitteleuropa · 06.04.2026

Tschechiens Industrie wächst wieder

Der tschechische Einkaufsmanagerindex klettert auf 52,8 Punkte und signalisiert eine spürbare Erholung der Industrie.

Die tschechische Industrie hat im März ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 52,8 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit vier Jahren.

Nach dem Wert von 50,0 im Februar liegt der Index nun zum zweiten Mal in Folge an oder über der Wachstumsschwelle. Das ist für die tschechische Industrie mehr als eine statistische Verbesserung: Es ist das bislang klarste Signal, dass sich der Sektor nach einer langen Schwächephase wieder stabilisiert.

Getragen wurde der Anstieg vor allem von einer kräftigeren Produktion, neuen Aufträgen und einer Belebung des Exportgeschäfts. Viele Unternehmen berichteten von einer spürbar besseren Nachfrage aus Europa. Damit verbessert sich nicht nur die aktuelle Geschäftslage, sondern auch der Blick auf die kommenden Monate.

Ganz ohne Schatten bleibt das Bild allerdings nicht. Trotz der wachsenden Nachfrage setzten die Hersteller ihren Personalabbau fort – wenn auch langsamer als zuvor. Offenbar reicht die Erholung bislang noch nicht aus, um die höheren Kosten neuer Einstellungen zu rechtfertigen.

Hinzu kommt ein neuer Kostendruck. Steigende Energie- und Ölpreise ließen die Einkaufskosten so stark steigen wie seit Herbst 2022 nicht mehr. Gleichzeitig verschlechterte sich die Leistung der Zulieferer deutlich. Viele Unternehmen reagierten darauf mit dem Aufbau von Lagerbeständen, um sich gegen weitere Unterbrechungen in den Lieferketten abzusichern.

Auch die Verkaufspreise zogen an, wenn auch nicht in vollem Umfang. Viele Unternehmen versuchten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu wahren und gaben den höheren Kostendruck nur teilweise weiter.

Unter dem Strich überwiegt dennoch der vorsichtige Optimismus. Die Stimmung in der Branche ist so gut wie seit vier Jahren nicht mehr. Doch die Erholung bleibt anfällig: Externe Risiken, höhere Inputkosten und fragile Lieferketten könnten den Aufschwung schnell wieder abbremsen.

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