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Tschechische Industrie wächst langsamer

Tschechiens Industrie legt zu, kämpft aber mit nachlassender Dynamik. Bau und Wohnungsbau sorgen für positive Impulse.

Tschechische Industrie wächst langsamer

Die Industrieproduktion in Tschechien ist im Februar um 1,3% gestiegen und hat damit weiter an Dynamik verloren. Nach einem Plus von revidierten 2,7% im Januar ist dies bereits der dritte Monat in Folge mit einer Abschwächung – trotz anhaltenden Wachstums seit November.

Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie sowie der Herstellung von Metallerzeugnissen. Dämpfend wirkte hingegen der Energiesektor: Insbesondere geplante Abschaltungen in Kraftwerken belasteten die Entwicklung.

Auch bei den Auftragseingängen zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Gesamtwert neuer Aufträge legte im Jahresvergleich um 1,6% zu, wobei die Nachfrage aus dem Ausland um 2,5% stieg. Die Inlandsaufträge gingen hingegen leicht um 0,3% zurück. Im Monatsvergleich sank das Auftragsvolumen deutlich um 6%, nachdem die Werte im Januar insbesondere in der Automobilindustrie ungewöhnlich hoch ausgefallen waren.

Das Wachstum der Neuaufträge wurde vor allem durch die Maschinen- und Anlagenbauindustrie getragen, insbesondere durch stärkere Nachfrage aus dem Energie- und Bausektor. Rückgänge gab es dagegen in der Automobilindustrie sowie in der Chemie-, Papier- und Textilbranche.

Parallel entwickelte sich die Bauwirtschaft deutlich dynamischer. Die Bauproduktion stieg im Februar um 4,1% gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie im Januar noch rückläufig gewesen war. Im Monatsvergleich legte sie um 0,8% zu.

Treiber des Wachstums war vor allem der Hochbau, dessen Produktion um 7,8% zunahm. Der Tiefbau – einschließlich Infrastrukturprojekten wie Straßen-, Energie- und Telekommunikationsbau – verzeichnete hingegen einen Rückgang von 5,5%.

Auch die Bautätigkeit zog spürbar an: Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen stieg um 3,8%. Besonders stark entwickelte sich der Wohnungsbau, mit einem Anstieg der begonnenen Projekte um 45,9% und der fertiggestellten Einheiten um 20,8%.

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