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Tschechische Inflation bestätigte sich im Mai bei 2,1%
Mitteleuropa · 12.06.2026

Tschechische Inflation bestätigte sich im Mai bei 2,1%

Günstigere Lebensmittelpreise dämpften die Teuerung, während Kraftstoffpreise weiterhin deutlich zulegten.

Die tschechischen Verbraucherpreise stiegen im Mai im Jahresvergleich um 2,1% und im Monatsvergleich um 0,1%, wie das tschechische Statistikamt (CZSO) seine Anfang des Monats veröffentlichte Schnellschätzung bestätigte.

Damit hat sich die Inflation gegenüber April, als die Teuerungsrate noch bei 2,5% lag, weiter abgeschwächt. Ausschlaggebend dafür waren vor allem sinkende Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke.

„Wie schon im April wurde dieses Wachstum durch die Lebensmittelpreise gebremst. Diese sanken, teilweise aufgrund des höheren Referenzwertes des Vorjahres, im Jahresvergleich weiter und waren im Vergleich zum Mai des Vorjahres um etwa 2% günstiger“, erklärte Pavla Šedivá vom CZSO.

Im Bereich Lebensmittel gingen unter anderem die Preise für Käse, Öle und Fette sowie alkoholfreie Getränke zurück. Besonders deutlich verbilligten sich Butter und Kartoffeln im Vergleich zum Vorjahr.

Den größten Einfluss auf die Gesamtinflation hatte dagegen weiterhin der Verkehrssektor. Die Preise für Kraftstoffe und Schmierstoffe für Pkw lagen um 26,3% über dem Vorjahresniveau. Auch die Preise im Bereich Wohnen, Wasser, Strom, Gas und sonstige Brennstoffe wirkten weiterhin preistreibend. Insgesamt stiegen die Warenpreise um 0,6%, während die Dienstleistungspreise um 4,7% zunahmen.

Von der tschechischen Nachrichtenagentur CTK befragte Analysten bewerteten die Entwicklung grundsätzlich positiv. Sie verwiesen darauf, dass die höheren Kraftstoffpreise bislang nicht auf die Lebensmittelpreise durchgeschlagen hätten. Gleichzeitig warnten sie jedoch vor möglichen Folgen anhaltender Spannungen im Nahen Osten.

„Je länger der aktuelle Konflikt im Nahen Osten andauert, desto wahrscheinlicher ist ein beschleunigter Preisanstieg bei Waren, insbesondere aufgrund höherer Importpreise, teurerer Vorprodukte und eines höheren logistischen Aufwands“, zitierte CTK den Chefanalysten des Beratungsunternehmens Citfin, Miroslav Novák. Er rechnet gegen Ende des Jahres mit einer Inflation von rund 3%.

Im europäischen Vergleich schnitt Tschechien im Mai günstig ab. Die Inflationsrate lag unter anderem unter der von Deutschland (2,6 %), Polen (3,1%), Österreich (3,7%) und der Slowakei (3,9%). Laut CTK verzeichnete Tschechien damit die niedrigste Inflation unter den 41 europäischen Ländern, die von der Investitionsplattform Port beobachtet werden.

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