Die ungarische Telekomgruppe 4iG baut ihre Präsenz in Südosteuropa aus. Ihre Tochter One Macedonia Telecommunications unterzeichnete am 4. März einen Vierjahresvertrag mit Ericsson zum Aufbau eines eigenständigen 5G-Standalone-Netzes (5G SA) in Nordmazedonien. Das Projekt ist Teil eines Investitionsprogramms von rund 100 Millionen Euro.
In den kommenden vier Jahren wollen die Partner mehr als 500 5G-Basisstationen errichten. Erste städtische 5G-Dienste sollen im Frühjahr 2027 starten. Eine landesweite Abdeckung soll gemäß den Lizenzauflagen bis 2033 folgen. Die Unternehmen unterzeichneten den Liefer- und Servicevertrag auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona. Die Vereinbarung gilt für den Zeitraum von 2026 bis 2029.
Ericsson tritt als exklusiver Technologiepartner auf. Der Konzern liefert die Ausrüstung für Funkzugangsnetz und Kernnetz, stellt Softwarelösungen bereit und unterstützt die Implementierung. Außerdem übernimmt Ericsson langfristigen technischen Support.
Die Partner hatten bereits im September 2025 eine Absichtserklärung unterzeichnet. Im Januar 2026 erteilten die Behörden die Frequenzlizenz für das Projekt.
Da es sich um eine Greenfield-Investition handelt, bauen die Unternehmen das Netz vollständig neu auf. Dadurch sollen besonders hohe Datenraten, niedrige Latenzzeiten und eine bessere Energieeffizienz möglich werden.
Nach Angaben der Partner soll die neue Infrastruktur Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen besser vernetzen. Gleichzeitig soll sie die digitale Transformation Nordmazedoniens beschleunigen.
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