Kasachstans Dienstleistungssektor hat im März erste Anzeichen einer Erholung gezeigt. Von einem echten Aufschwung kann zwar noch keine Rede sein, doch der Abwärtstrend hat sich spürbar abgeschwächt.
Darauf deutet der jüngste Einkaufsmanagerindex der Freedom Holding hin. Der Geschäftsaktivitätsindex stieg von 48,0 Punkten im Februar auf 49,2 im März. Damit bleibt der Wert zwar unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, signalisiert aber nur noch einen moderaten Rückgang der Aktivität.
Ausschlaggebend dafür war vor allem, dass die Neuaufträge wieder leicht anzogen. Nach einer schwächeren Phase kehrte damit zumindest ein Teil der Nachfrage zurück. Das half den Unternehmen, den Rückgang ihrer Geschäfte zu begrenzen.
Nach Einschätzung von Freedom Holding passt sich der Sektor derzeit an zwei Belastungen gleichzeitig an: steigende Kosten und eine verhaltene Nachfrage. Positiv sei allerdings, dass sich der Kostendruck zuletzt abgeschwächt habe. Die Inputpreise näherten sich wieder dem Niveau von Ende 2025 an, was auf nachlassenden Inflationsdruck hindeutet.
Auch die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate verbesserten sich leicht. Der Optimismus bleibt jedoch vorsichtig und liegt weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt.
Einige Dienstleister berichteten im März weiterhin von rückläufigen Geschäften. Als Gründe nannten sie Finanzierungsschwierigkeiten, die Nachwirkungen der Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn sowie politische Unsicherheit. Gleichzeitig halfen neue Kunden und zusätzliche Aufträge dabei, den Abschwung abzufedern.
Insgesamt zeigt sich damit ein gemischtes Bild: Der kasachische Dienstleistungssektor bleibt unter Druck, gewinnt aber etwas an Stabilität. Gerade vor dem Hintergrund der schwächeren Industrie bleibt er damit ein wichtiger Stützpfeiler der Gesamtwirtschaft.
