Die kasachische Industrie ist im März deutlich unter Druck geraten. Laut aktuellen PMI-Daten von S&P Global und Freedom Holding verschlechterte sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe spürbar – stärker als in den vergangenen vier Jahren.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf 47,4 Punkte und blieb damit den dritten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. Besonders ins Gewicht fiel der Rückgang der Produktion, der sich im März nochmals beschleunigte. Viele Unternehmen reagierten auf schwächere Auftragseingänge und finanzielle Engpässe mit einer Drosselung ihrer Aktivitäten.
Auch die Neuaufträge gingen weiter zurück, wenn auch weniger stark als im Vormonat. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrage zwar schwach bleibt, sich aber möglicherweise stabilisiert.
Die schwächere Auslastung hinterließ inzwischen auch deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Hersteller reduzierten ihre Belegschaften so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr – ein klares Signal für den anhaltenden Druck im Sektor.
Gleichzeitig berichten Unternehmen von vorsichtigem Optimismus: Einige sehen erste Anzeichen dafür, dass sich die Nachfrage im weiteren Jahresverlauf erholen könnte.
Ein Lichtblick zeigt sich bei den Preisen. Nach den kräftigen Anstiegen zu Jahresbeginn hat sich der Inflationsdruck zuletzt abgeschwächt, auch wenn die Folgen der Mehrwertsteuererhöhung weiterhin spürbar sind. Belastend bleiben dagegen die Lieferketten. Schlechte Wetterbedingungen sowie geopolitische Spannungen haben die Lieferzeiten erneut verlängert und erschweren die Planung für viele Unternehmen.
Insgesamt zeichnet sich ein gemischtes Bild: Die Industrie steckt derzeit klar in einer Schwächephase, doch erste Stabilisierungstendenzen nähren die Hoffnung auf eine vorsichtige Erholung in den kommenden Monaten.
