Die Inflation in Usbekistan ist im März leicht zurückgegangen. Nach Angaben des nationalen Statistikkomitees lag die jährliche Teuerungsrate bei 7,1 Prozent, nach 7,3 Prozent im Februar. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Inflation noch bei 10,3 Prozent lag, zeigt sich damit eine deutliche Abschwächung des Preisauftriebs.
Auf monatlicher Basis blieb die Inflation im März mit 0,6 Prozent stabil gegenüber Februar und lag zugleich unter dem Wert des Vorjahresmonats. Auch die Kerninflation, die stark schwankende Komponenten wie Obst und Gemüse ausschließt, zeigte sich stabil: Sie betrug 0,5 Prozent im Monatsvergleich und 7,8 Prozent im Jahresvergleich – deutlich weniger als ein Jahr zuvor.
Im gesamten ersten Quartal 2026 stiegen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent, was auf einen moderaten Preisdruck zu Jahresbeginn hindeutet.
Ein differenzierter Blick auf die einzelnen Komponenten zeigt ein gemischtes Bild. Die Lebensmittelpreise legten im März um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, nach 0,9 Prozent im Februar. Gleichzeitig verlangsamte sich die jährliche Lebensmittelinflation deutlich auf 5,6 Prozent, verglichen mit 7,6 Prozent im Vorjahr.
Die Preise für Nicht-Lebensmittel stiegen moderat um 0,3 Prozent im Monatsvergleich und um 5,3 Prozent im Jahresvergleich. Auch hier zeigt sich eine Abschwächung gegenüber dem Vorjahr, als die Teuerung noch bei 7,4 Prozent lag.
Dämpfend wirkten insbesondere die Energiepreise. Kraftstoffe verbilligten sich im März im Monatsvergleich um 0,9 Prozent. Benzinpreise sanken über alle gängigen Sorten hinweg, während Flüssiggas (LPG) sogar um 3,2 Prozent günstiger wurde. Methan blieb im Monatsvergleich stabil, lag jedoch weiterhin rund 30 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Insgesamt deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich der Inflationsdruck in Usbekistan allmählich abschwächt – auch wenn einzelne Preiskomponenten weiterhin volatil bleiben.
