Autor: Klaus Dormann
Die russische Regierung, fast alle internationalen Wirtschaftsorganisationen und führende Forschungsinstitute haben inzwischen ihre „Herbstprognosen“ für die Entwicklung der russischen Wirtschaft veröffentlicht. Weitgehende Einigkeit besteht, dass die russische Wirtschaft 2026 nur um 0,5 bis 1 Prozent wächst.
Deutlich unterschiedlich wird jedoch die Entwicklung im nächsten Jahr gesehen. Die bekanntesten internationalen Wirtschaftsorganisationen erwarten sehr einmütig, dass es keinen „Aufschwung“ der russischen Wirtschaft geben wird: Die Wachstumsprognosen von OECD, EBRD, Weltbank und IWF für 2027 reichen nur von 0,6 % bis 0,9 %. Die russische Regierung erwartet hingegen, dass sich das Wachstum ihrer Wirtschaft gut verdoppelt und von 0,6 % auf 1,4 % steigt.
Die IWF-Position: „Prophete rechts, Prophete links, das Weltkind in der Mitten“
Der Internationale Währungsfonds hat sich im Reigen der aktuellen Schätzungen zum diesjährigen Wachstum der russischen Wirtschaft ziemlich genau in der Mitte positioniert. Er rechnet in seinem in der letzten Woche veröffentlichten „World Economic Outlook“ damit, dass Russlands gesamtwirtschaftliche Produktion 2026 um 0,9 % steigt, noch etwas schwächer als 2025 (1 %). Auch im nächsten Jahr werde das russische Bruttoinlandsprodukt nur um 0,9 % wachsen.
Damit ist der IWF einerseits im Hinblick auf das Wachstum im Jahr 2026 optimistischer als die russische Regierung und ein großer Teil der Analysten. Denn die Regierung erwartet in diesem Jahr nur einen BIP-Anstieg von 0,6 %. Und auch die von der russischen Zentralbank vom 9. bis 13. Oktober befragten 32 Analysten rechnen im Mittelwert nur mit diesem schwachen Wachstum.
Hinsichtlich der Entwicklung im nächsten Jahr ist der IWF mit seiner Prognose eines erneuten Wachstums von 0,9 % hingegen relativ pessimistisch. Die Teilnehmer der jüngsten Analysten-Umfrage der Zentralbank rechnen im Mittelwert für 2027 immerhin mit einer Verdoppelung der Wachstumsrate auf 1,2 %. Die russische Regierung erwartet, dass der Produktionsanstieg der Wirtschaft im nächsten Jahr 1,4 % erreicht. Und die russische Zentralbank hat in ihrer mittelfristigen Prognose vom Juli, die am Freitag anlässlich des Leitzinsentscheides aktualisiert wird, für 2027 sogar noch eine Wachstumsspanne von 1,5 % bis 2,5 % prognostiziert.
IWF, Weltbank, OECD und EBRD glauben nicht an Russlands „Aufschwung 2027“
Weiter genähert hat sich der IWF mit seinen leicht gesenkten Prognosen von jeweils 0,9 % der Position der Weltbank. Die Weltbank blieb Anfang Oktober bei ihren Prognosen, dass die russische Wirtschaft in diesem Jahr um 0,8 % und nächstes Jahr um 0,7 % wächst. Noch etwas niedrigere Wachstumsprognosen für die russische Wirtschaft veröffentlichten bereits im September die Pariser OECD (2026: +0,5 %, 2027: +0,6 %) und die internationale Londoner Entwicklungsbank „European Bank for Reconstruction and Development, EBRD“ (2026: +0,5 %, 2027: +0,7 %). Die bekanntesten „im Westen“ ansässigen internationalen Wirtschaftsorganisationen sind sich damit also einig: Den von der russischen Regierung erwarteten „Aufschwung“ des Wachstums wird es 2027 nicht geben.
Ganz so skeptisch beurteilten die deutschen Konjunkturforschungsinstitute in ihrer „Gemeinschaftsdiagnose“ die Aussichten der russischen Wirtschaft allerdings nicht: Die Institute gehen davon aus, dass sich Russlands Wachstumsrate von 0,5 % im Jahr 2026 auf 1 % im nächsten Jahr verdoppelt.
Und im Unterschied zur Londoner Entwicklungsbank EBRD erwartet der in Astana in Kasachstan ansässige „Eurasian Fund for Stabilization and Development“ im Jahr 2027 eine kaum schwächere Belebung des Wachstums (+1,3 %) als die russische Regierung (+1,4 %).
BIP-Prognosen für Russland 2025 bis 2027
Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr in Prozent

In dieser Woche wird das „Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche“ seine Prognose aktualisieren. Anfang Juli ging es noch ähnlich wie die russische Regierung davon aus, dass Russlands Wachstum 2027 von 0,6 auf 1,3 % anzieht (Country Overview).
Russlands Wachstumsschwäche verschärft sich im weltweiten Vergleich
Nach Einschätzung des IWF wird sich im Jahr 2026 zwar auch das Wachstum der Weltwirtschaft etwas abschwächen. Mit 3,1 % dürfte es aber rund drei Mal so hoch sein wie in Russland (0,9 %). Hinter dem diesjährigen Wachstum der Gruppe der „Emerging Market and Developing Economies“ von 3,7 % bleibt die russische Wirtschaft noch weiter zurück. Im nächsten Jahr wird sich der Wachstumsrückstand Russlands laut der IWF-Prognose noch weiter vergrößern: Russlands Wachstum stagniert 2027 bei 0,9 %, während sich das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigt.
Wachstumsprognosen des IWF für die Weltwirtschaft
Reales BIP, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

International Monetary Fund, IMF: World Economic Outlook, 13.10.26
IWF-Prognosen zu Inflation, Leistungsbilanz und Arbeitsmarkt in Russland
Der IWF erläutert im „World Economic Outlook“ seine Wachstumsprognosen für Russland nicht näher. Er weist darauf hin, dass die gestiegenen Rohstoffpreise das Wachstum der russischen Wirtschaft stützten. Russlands Exporte von Dieselkraftstoff und anderen Erdölprodukten seien aufgrund von Beschädigungen durch Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur gleichzeitig aber stark zurückgegangen.
Die Inflationsentwicklung in Russland sieht der IWF ähnlich wie die Zentralbank. Der Anstieg der Verbraucherpreise wird im Jahresvergleich nach Einschätzung des IWF von 8,7 % im Jahr 2025 in diesem Jahr auf 6,1 % sinken (Zentralbank-Prognose: 5,9 bis 6,2 %). Im Jahr 2027 werde die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt auf 4,8 % fallen (Zentralbank-Prognose: 4,3 bis 5,2 %).
Russlands Leistungsbilanzüberschuss dürfte sich im laufenden Jahr laut dem IWF mehr als verdoppeln und 3,8 % des Bruttoinlandsprodukts betragen (2025: 1,5 % des BIP). Im Jahr 2027 werde der russische Leistungsbilanzüberschuss noch 3,2 % des BIP erreichen.
Die Arbeitslosenquote dürfte laut dem IWF 2026 auf dem rekordniedrigen Stand des Jahres 2025 von 2,2 % verbleiben. Erst 2027 würden Arbeitskräfte bei einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 2,4 % weniger knapp sein.
Andere „Nachfolgestaaten der Sowjetunion“ wachsen viel stärker
Der „Eurasian Fund for Stabilization and Development“ (EFSD) hat in seinem halbjährlichen „Regional Economic Outlook“ am 6. Oktober die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Russland mit der Entwicklung in Kasachstan, Armenien, Belarus, Kirgisien und Tadschikistan verglichen. Während sich das Wachstum in Russland im Jahr 2025 auf 1 % abschwächte und 2026 nur 0,6 % erreichen dürfte (blaue Linie), hat sich das Wachstum in den übrigen Staaten der Region im letzten Jahr auf 5,8 % beschleunigt. In diesem Jahr wird es nach Einschätzung des EFSD auf 4,8 % sinken.
Reales Bruttoinlandsprodukt
Veränderungen zum Vorjahr in Prozent

Eurasian Fund for Stabilization and Development: Regional Economic Outlook, 06.10.26
Kommentar von Sergei Ulatov, Chefökonom des EFSD:
„Eine der größten Überraschungen des Jahres 2026 war, wie stark sich die Volkswirtschaften der Region auseinanderentwickelt haben. Russland hat ein deutlich verlangsamtes Wachstum verzeichnet, während die meisten anderen Länder, gestützt durch die Binnennachfrage, weiterhin kräftig wachsen.“
Für 2027 erwartet der EFSD aber wie die russische Regierung, dass sich Russlands Wachstum etwa verdoppelt. Die Konjunkturentwicklung in Russland wird so kommentiert:
„Das BIP-Wachstum wird sich 2026 auf 0,6 Prozent verlangsamen. Die Wirtschaftsaktivität erholte sich im zweiten Quartal, doch die Wirtschaft wird weiterhin durch hohe Finanzierungskosten, Angebotsengpässe und einen vorübergehenden Rückgang der Ölraffinerieproduktion belastet. Mit dem Abklingen dieser Faktoren dürfte das Wachstum allmählich wieder sein Potenzial erreichen und 2027 1,3 Prozent betragen sowie in den Jahren 2028 und 2029 jeweils etwa 1,7 bis 1,8 Prozent erreichen. Die Inflation zum Jahresende 2026 wird auf 6,2 Prozent geschätzt, wobei für 2028 eine Rückkehr zum Zielwert von 4 Prozent erwartet wird.“
Wirtschaftswachstum in den EFSD-Staaten in Prozent

Eurasian Fund for Stabilization and Development: Regional Economic Outlook, 06.10.26
IEF-RAS: Die BIP-Prognose für 2026 stabilisiert sich bei 0,6 bis 0,7 %
Das Institut für Wirtschaftsprognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften (IEF-RAS) veröffentlicht neben seinen vierteljährlichen Konjunkturprognosen auch monatliche „kurzfristige Analysen“ mit Schätzungen zur BIP-Entwicklung. Auf dem Datenstand von Anfang Oktober schätzt das IEF Russlands BIP-Wachstum für das Jahr 2026 jetzt auf +0,7 %. In den letzten drei Monaten hat sich die Wachstumsprognose für 2026, so das Institut, bei 0,7 bis 0,8 % stabilisiert.
Zur saisonbereinigten Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts berechnet das Institut Indexwerte (schwarze Linie in der folgenden Abbildung). Laut dem IEF ist dieser Index in den letzten beiden erfassten Monaten im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im Juli sank die gesamtwirtschaftliche Produktion gegenüber Juni um 0,5 % und im August gegenüber Juli um 0,3 %. Im Vergleich zum August 2025 stieg das reale BIP im August 2026 laut dem IEF jedoch um 1,1 % (rechte blaue Säule).
Monatliche Schätzung des Indexes des realen Bruttoinlandsprodukts
schwarze Linie: Schätzung des Indexes des realen BIP, Januar 2019 = 100
blaue Säulen: Veränderung des Indexes des realen BIP zum Vorjahresmonat in %

Institut für Wirtschaftsprognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften, IEF-RAS: Kurzfristige Analyse der BIP-Entwicklung, 12.10.26
Zentralbank: Das Wachstum im dritten Quartal war „moderat“
Ein ähnliches Bild der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion vermittelt die russische Zentralbank im Bericht „Talking trends“ („Was die Trends sagen“). Die rote Linie in der folgenden Abbildung der Zentralbank zeigt die monatliche Entwicklung der Produktion in den sogenannten „Kernbereichen“ der russischen Wirtschaft bis August. Über die August-Ergebnisse der Produktion in diesen Bereichen (Landwirtschaft, Industrie, Bau, Warentransport, Einzel- und Großhandel) berichtete Interfax. Die Zentralbank nutzt die Entwicklung in den „Kernbereichen“ als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Die Abbildung der Zentralbank vergleicht die Entwicklung der „Kernbereiche“ mit der vierteljährlichen Entwicklung der Produktion der Gesamtwirtschaft, dem realen Bruttoinlandsprodukt (blaue Linien). Im zweiten Quartal 2026 ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahresquartal laut Rosstat um 1,3 Prozent gestiegen, nachdem es im ersten Quartal 0,2 Prozent niedriger war als ein Jahr zuvor (TradingEconomics).
Produktion der Kernbereiche der Wirtschaft und BIP
4. Quartal 2021 = 100

Bank of Russia: Talking trends, 14.10.26
Die Zentralbank schätzt, dass die Produktion in den Kernbereichen der Wirtschaft im Juli und August 2026 saisonbereinigt um 0,2 % höher war als im zweiten Quartal 2026. Die Konjunkturdaten für September werden erst Ende Oktober vorliegen. Die Zentralbank weist aber darauf hin, dass Unternehmensumfragen darauf hindeuten, dass die Geschäftsaktivitäten zum Ende des dritten Quartals weiterhin „moderat gestiegen“ seien.
Auswirkungen des Krieges auf die Produktionsentwicklung
Die Zentralbank spricht in „Talking trends“ auch die Folgen der ukrainischen Angriffe auf russische Produktions- und Infrastrukturanlagen an (Interfax):
„Ein wesentlicher Teil des verlangsamten Wachstums im dritten Quartal war auf einen vorübergehenden Rückgang des Produktionspotenzials der Wirtschaft zurückzuführen. Die Abschwächung der Binnennachfrage fiel weniger stark aus als die Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Mit der Erholung der Produktionskapazitäten werden die Wachstumsraten wieder steigen“, so die Zentralbank.
Außerdem bemerkt die Zentralbank dazu:
„Der Produktionsrückgang (ein Angebotsschock) betraf vor allem die Vorleistungsbranchen, insbesondere die Ölraffinerien. Der Rückgang der Kraftstoffproduktion wirkte sich indirekt negativ auf die Entwicklung von Förderung, Transport und Großhandel aus. Gleichzeitig verzeichneten die Investitionsgüterbranchen, auch dank öffentlicher Aufträge, weiterhin ein aktives Wachstum.
Zusätzliche Impulse für die Konjunktur lieferten in den letzten Monaten die verstärkten Aktivitäten im Bau- und Transportsektor, bedingt durch die Instandsetzung und den Schutz von Infrastrukturanlagen sowie die teilweise Umleitung von Exportlieferungen über längere Logistikketten.“
Zentralbank-Umfrage: Etwas mehr Wachstum mit deutlich mehr Inflation
Bei der vom 9. bis zum 13. Oktober durchgeführten Analysten-Umfrage der Zentralbank haben die Teilnehmer ihre Prognosen für das Wachstum der russischen Wirtschaft nicht mehr weiter gesenkt. Im Mittelwert stieg ihre Wachstumsprognose für 2026 geringfügig von 0,5 % auf 0,6 %. Die Einschätzung der Analysten deckt sich also jetzt völlig mit der Wachstumsprognose der Regierung von 0,6 %.
Gleichzeitig rechnen die Analysten nun aber mit merklich höheren Inflationsraten als bisher. Ihre Prognose für den Anstieg der Verbraucherpreise am Jahresende 2026 haben die Analysten im Mittelwert um einen halben Prozentpunkt auf 7,1 % angehoben (September-Umfrage: 6,6 %). Am Jahresende 2027 erwarten sie jetzt nur noch einen Rückgang der Inflationsrate auf 5 % (September-Umfrage: Rückgang auf 4,6 %). Das von der Zentralbank angestrebte Inflationsziel von 4 % wird nach Einschätzung der Analysten jetzt erst Ende 2029 erreicht, ein Jahr später als sie bisher erwarteten.
Im Jahresdurchschnitt 2026 rechnen die Analysten jetzt mit einer Inflationsrate von 6,2 % (September-Umfrage: 6,1 %). Im Jahr 2027 dürften die Preise gegenüber 2026 noch um 5,8 % steigen (September-Umfrage: 5,2 %).

Russische Zentralbank: Macroeconomic survey of the Bank of Russia, 14.10.26
Den Leitzins veranschlagen die Analysten im Jahresdurchschnitt 2026 mit 14,6 % jetzt etwas höher als im September (14,5 %). Angesichts der gestiegenen Inflationsprognose für 2027 erwarten sie im nächsten Jahr auch einen merklich höheren Leitzins (12,8 %) als in der September-Umfrage (12,2 %).
Die Prognose der Analysten für das Wirtschaftswachstum 2027 liegt im Mittelwert weiterhin bei 1,2 %. Im Gegensatz zu IWF, Weltbank, OECD und EBRD erwarten die Teilnehmer der Zentralbank-Umfrage im nächsten Jahr also eine Verdoppelung des Wachstums der russischen Wirtschaft.
Lesetipps
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer:
- IWF senkt Russland-Prognose, 16.10.26
- Leitzins-Pause erwartet, 16.10.26
- Höhere Inflation erwartet, 15.10.26
- Europas Handel mit Russland: Vom Röhrengeschäft bis zum Gasausstieg, Analyse, 01.10.26
Konjunkturprognosen
- Interfax: Analysts raise forecast for Russia’s GDP, inflation in 2026, raise estimate of neutral rate level for first time in long period – CBR survey, 14.10.26
- TASS: Analysten haben ihre Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2026 auf 0,6 % angehoben. Laut einer Umfrage der Zentralbank wurden die Inflationserwartungen von 6,6 % auf 7,1 % angehoben; 14.10.26
- Bank of Russia: Macroeconomic survey of the Bank of Russia, 14.10.26
- russland.capital: Russlands Wirtschaft: IWF erwartet auch 2027 keine Belebung, 14.10.26
- Meduza: IMF lowers forecast for Russia’s economic growth, 13.10.26
- Interfax: IMF lowers Russia growth forecast for 2026-2027 by 0.2 pp to 0.9% per year, 13.10.26
- Finmarket.ru: Der IWF hob symbolisch seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum an. Er senkte seine Juli-Prognose für das russische Wirtschaftswachstum in den Jahren 2026 und 2027 um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 0,9 % jährlich; 13.10.26
- International Monetary Fund, IMF: World Economic Outlook: Resilience Under Strain, Urgent Choices, October 2026; Press Briefing Transcript: World Economic Outlook, Annual Meetings 2026, October 13, 2026, 13.10.26
- OPEC-Sekretariat, Wien: Monthly Oil Market Report, 13.10.26
- Institut für Wirtschaftsprognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften, IEF-RAS: Kurzfristige Analyse der BIP-Entwicklung, 12.10.26
- World Bank: Country Report: Russian Federation, in: Macro Poverty Outlook; Europe and Central Asia Update; Press Release: Europe and Central Asia: Slower Growth with Global Headwinds, 06.10.26
Wirtschaft insgesamt
- The Moscow Times: Russian Business Investment Stalls in Third Quarter as Profits Fall, Uncertainty Persists, 15.10.26
- Politcom.ru; Nikita Maslennikov: KI-Entwicklung in der Heterogenität der Erwartungen, 15.10.26
- Interfax: Growth in economic activity in Russia persists in Q3 2026, but slows somewhat compared to Q2 – CBR analysts, 14.10.26
- Universität Greifswald: Russlands Krieg nach innen: Folgen des Ukraine-Krieges für russische Regionen. Eine neue Studie der Universität Greifswald zeigt, wie der Ukraine-Krieg die russische Gesellschaft von innen verändert und warum diese regionalen Folgen entscheidend dafür sind, wie belastbar Russlands Wirtschaft und der Staat langfristig noch sind; 14.10.26
- Vedomosti; Ksenia Naumchik: Die Zentralbank rechnet im Jahr 2026 mit einem etwas geringeren BIP-Wachstum als im Vorjahr. Weiteres Wachstum hängt maßgeblich von einer Steigerung der Arbeitsproduktivität ab; 13.10.26
- BOFIT, Bank of Finland: BOFIT Weekly Review 41/2026: Russia’s growth slows further, government finances remain in the red, 09.10.26
Geldpolitik, Inflation (Interfax-Berichte)
- Vedomosti; Ksenia Kotchenko: Vedomosti-Konsensprognose: Ökonomen erwarten nahezu einhellig eine Pause bei der Zinsentscheidung der Zentralbank; 16.10.26
- Finam.ru; Alena Aleshina: Es bleibt nur noch eine Woche. Wie hoch wird der Leitzins am 23. Oktober sein? Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank die Zinspause fortsetzen wird; 16.10.26
- Finam.ru; Olga Belenkaya: Der zunehmende Inflationsdruck hindert die Zentralbank daran, ihren Leitzins zu senken. Vorbericht zum Leitzinsentscheid der Zentralbank; 16.10.26
- Bank of Russia: Inflation in Russia; 14.10.26
- Interfax: Slowing inflation in Russia to 4% in 2027 requires well-calibrated decisions on further trajectory of rate – CBR analysts; 14.10.26
- Bank of Russia, News: Talking Trends: moderate growth continues; Research and Forecasting Department Bulletin: „Was sagen die Trends?“; vollständiger Bericht: „О чем говорят тренды“; 14.10.26
- Interfax: CBR to factor higher than expected third quarter inflation into Oct forecast – Zabotkin; 14.10.26
- Raiffeisenbank; Fokus-Pocus: Inflation im September: Beschleunigung der nachhaltigen Inflation bereits in den Daten erkennbar; 10.10.26
Finanzpolitik; Staatshaushalt (Interfax-Berichte)
- FR.de; Patrick Freiwah: Trotz Sanktionen: Warum Russlands Öl- und Gaseinnahmen im Oktober massiv steigen, 17.10.26
- Focus online; Lars-Eric Nievelstein: Wegen Weltmarkt-Engpässen. Putin nimmt wieder mehr Geld aus Ölverkäufen ein; 16.10.26
- The Moscow Times: Russia’s Growing State Sector Nears Limit for Sustained Growth, Economist Warns; Bericht zu einem RBC-Interview mit Alexander Isakov, Leiter des Zentrums für makroökonomische Forschung der Sberbank und Chefökonom der staatlichen Entwicklungsbank VEB.RF; 16.10.26
- Finam.ru; Olga Belenkaya: Der Haushalt weist den zweiten Monatsüberschuss vor dem kostspieligen vierten Quartal auf. Bis zum Jahresende könnte das Defizit auf 7,3 Billionen Rubel ansteigen, was fast dem Doppelten des ursprünglich geplanten Betrags entspricht; 12.10.26
Energiewirtschaft, Kraftstoffversorgung, Infrastruktur
- Vedomosti; Philip Ivanov: Novak erklärte, dass es keine Probleme mit dem Verkauf von russischem Öl gebe. Viele Länder wollen es angesichts des Ungleichgewichts auf dem Weltmarkt kaufen; 18.10.26
- Vedomosti; Maxim Tsulanov: Novaks wichtigste Aussagen zu Raffinerien und der US-Dieselversorgung. Russland ist bereit, die Lieferungen nach Europa zu erhöhen; 16.10.26
- Council on Foreign Relations; Mary Kate Godfrey: Trump’s Russian Diesel Deal, Explained. Trump announced a new diesel deal with Putin on October 9 to the surprise of many U.S. allies; 16.10.26
- taz; Mathias Brüggmann: Drohnen auf Rechenzentren. Die Drohnenangriffe auf den Internetkonzern Yandex haben schwere Folgen für die russische Wirtschaft. Vieles im Alltag ist eingeschränkt; 14.10.26
- Oilprice.com; Michael Kern: Novak Calls U.S. Diesel Deal a ‘Positive Signal’ for Russia’s Economy, 14.10.26
- Business Recorder: Diesel deal opens way for more Russia-US cooperation, Kremlin envoy says, 14.10.26
- The Bell: Trump convinces Putin to restart diesel exports, 14.10.26
- russland.capital: Russischer Diesel für den Weltmarkt: Moskau gewinnt Spielraum, das Energieabkommen bleibt offen, 13.10.26
- Expert.ru; Stanislaw Mitrachowitsch, führender Experte des Nationalen Energiesicherheitsfonds, leitender Forscher an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation: Warum Trump die Sanktionen für russischen Diesel gelockert hat; 12.10.26
- Tagesschau: Vereinbarung mit Putin. Trump kündigt russische Diesellieferungen an; 10.10.26
- 20 Minuten; Justin Arber, Benedikt Hollenstein; Deutsche Presse-Agentur: Diesel aus Russland: Trump hebelt eigene Sanktionen aus; 09.10.26
- Inosmi.ru; Reuters: Trump sagte, Russland werde die USA und den Weltmarkt mit Dieselkraftstoff beliefern; 09.10.26
- FR.de: Trump und Putin planen Nord-Stream-Comeback – Kushner verhandelt bereits mit Moskau, 09.10.26
Außenwirtschaft, Sanktionen; Tagesschau: Russland Sanktionen
- The Moscow Times (russ.): Trump schlug vor, dass Europa im Rahmen eines „Friedensabkommens“ für die Ukraine wieder russisches Gas kaufen solle, 18.10.26
- Watson.ch; dpa: USA: Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland; 18.10.26
- The Business Times: Trump to take up to 60 days to assess economic impact of Russia sanctions: Rubio, 18.10.26
- Vedomosti; Elena Vostrikova: Trump ordnete an, dass einige der „Graham-Sanktionen“ gegen Russland nicht angewendet werden sollten; 18.10.26
- Tagesschau: „Nationales Interesse“. Trump setzt geplante Sanktionen gegen Russland aus; 17.10.26
- The Moscow Times; Reuters: Trump Signs Order Exempting Russia From New Sanctions Legislation, 17.10.26
- Watson.ch: „Historisch“: Moskau freut sich über Trumps Zoll-Aussetzung; Selenskyj übt Kritik, 17.10.26
- Raiffeisenbank; Finanzmarktüberblick, Daily Focus: Die Zahlungsbilanz im August wurde durch das Treibstoffexportverbot nicht beeinflusst, 16.10.26
- Der Pragmaticus; Bob Savic, Sanktions- und Handelsberater bei der Londoner Wirtschaftskanzlei Fieldfisher LLP sowie Leiter der geopolitischen Beratung am Global Policy Institute, London: Warum die Sanktionen Russland nicht in die Knie zwingen; 16.10.26
- CBC.ca; AP: Trump pauses sanctions package targeted at Russian economy. Citing U.S. national interest, White House doesn’t immediately explain rationale; 16.10.26
- Tagesschau: Russlandgeschäft. Kreml kontrolliert weiteres westliches Firmeneigentum; 16.10.26
- Wirtschaftswoche: Sanktionen. Russland stellt Vermögen europäischer Firmen unter staatliche Kontrolle. Welche Unternehmen betroffen sind; 16.10.26
- Cash-online.de: Der Kreml hat die russische Tochter des deutschen Verpackungsherstellers Menshen unter Zwangsverwaltung gestellt – nach Nestlé und Metro das dritte Dekret dieser Art seit September; 16.10.26
- Vermögenszentrum.ch; VZ-Analyse von Florian Estermann: Das Russland-Dilemma: Sollen Firmen bleiben oder gehen? Ein Überblick über die unterschiedlichen Strategien; 15.10.26
- russland.capital: Russlands Exporte wachsen: Rohstoffe dominieren, Asien nimmt vier Fünftel ab. Russlands Warenexporte sind in den ersten acht Monaten 2026 deutlich gestiegen; 14.10.26
- Merkur.de; Kommentar von Oliver Stock: EU-Sanktionen gegen Russland: Härte ist noch keine Strategie, 14.10.26
- ZDFheute; Felix Klauser, Moskau: Staatliche Zwangsverwaltung in Russland. Wie Putin zunehmend gegen europäische Unternehmen vorgeht; 13.10.26
- Tagesschau; Tina Hassel, Brüssel: EU beschließt größte Sanktionsrunde gegen Russland, 12.10.26
- Council of the EU, Press release: EU agrees largest-ever package of listings targeting almost 1600 individuals and entities in Russia’s military-industrial complex; 12.10.26
Politisches Umfeld; BR24: Russland
- Deutsche Welle; Christoph Hasselbach: Russlands Bedrohung für Deutschland: Wie groß ist sie? Experten sehen Deutschland bisher wenig vorbereitet auf russische Provokationen; 17.10.26
- Tagesschau; Joachim Weber, Experte für Sicherheitspolitik an der Universität Bonn, im Tagesthemen-Interview von Jessy Wellmer: Nord-Stream-Sprengung: Der Prozess und seine politische Sprengkraft. War der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline ein Auftrag höchster staatlicher ukrainischer Stellen? Kann dieser Prozess politische Sprengkraft entwickeln? Und wie müsste Deutschland reagieren? Video, 14.10.26
- Tagesschau24 Top-Thema: Prozessauftakt um Nord-Stream-Sprengung, Video, 12 Min., 14.10.26
- Deutsche Welle News; Berlin Briefing: Former German Economy Minister Habeck: Russia is still the biggest threat. In a special edition of Berlin Briefing from the Warsaw Security Forum, Nina Haase and Alexandra von Nahmen talk to Robert Habeck about the threat from Russia, the strategic importance of the Arctic and the resilience of European democracies; Video, 13.10.26
- CNN; Matthew Chance: Trump’s diesel deal with Putin drives a wedge through the Western alliance, 10.10.26
- ZDFheute Nachrichten: US gets diesel from Russia – what it means for Ukraine. Whose side are the US on? And can the diesel deliveries actually lower prices? Sara Bildau discusses this with ZDF reporter Felix Klauser in Moscow and ZDF correspondent Isabelle Schaefers in Brussels. Also joining them is Klemens Fischer, Professor of International Relations and Geopolitics; Video, 10.10.26


