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Georgiens Exporte steigen um 19,6%: Eigene Produkte tragen den Handel

Georgiens Exporte steigen um 19,6%: Eigene Produkte tragen den Handel

Georgiens Exporte wachsen von Januar bis September um 19,6% auf 6,15 Mrd. US-Dollar. Die Importe legen nur um 5,3% auf 14,38 Mrd. US-Dollar zu. Das meldet das georgische Statistikamt Geostat. Die Agentur Trend gab die Zahlen am 18. Oktober wieder.

Der Handelsumsatz wächst um 9,2%

Der gesamte Außenhandel erreicht 20,5 Mrd. US-Dollar. Das Defizit beträgt 8,23 Mrd. US-Dollar. Die Exporte decken 42,8% der Importe. Ein Jahr zuvor waren es 37,7%.

Der Juli bringt mit 793,9 Mio. US-Dollar den höchsten Monatswert der Geostat-Reihe seit 2023. Der September liefert mit 731,2 Mio. US-Dollar einen Rekord für diesen Monat.

Eigene Produkte statt Re-Exporte

Treiber sind Waren aus georgischer Produktion. Die Binnenexporte ohne Re-Exporte steigen von Januar bis August um 63,5%. Sie stellen inzwischen mehr als 60% der Ausfuhren. Zum ersten Halbjahr hielt Geostat am 20. Juli fest: „Die Binnenexporte, die Re-Exporte ausnehmen, machten 61,7% des gesamten Exportvolumens aus.“

Im ersten Halbjahr erreichten die Binnenexporte 2,39 Mrd. US-Dollar, 62,6% mehr als im Vorjahr. Erdölprodukte führen mit 466,9 Mio. US-Dollar. Sie stellen 19,5% der Binnenexporte. Edelmetallerze und Konzentrate folgen mit 304,3 Mio. US-Dollar, Ferrolegierungen mit 147,5 Mio. US-Dollar.

Die Lücke zwischen Export- und Importwachstum beträgt 14,3 Prozentpunkte. Die Deckungsquote steigt um 5,1 Prozentpunkte. Im ersten Halbjahr lagen die gesamten Ausfuhren bei 3,88 Mrd. US-Dollar, 20,0% über dem Vorjahr. Die zehn größten Abnehmer nahmen 65,8% der Binnenexporte ab.

Der Trend hält über den Sommer an. Das Wachstum der Binnenexporte liegt im ersten Halbjahr bei 62,6% und bis August bei 63,5%. Als führende Ziele der gesamten Ausfuhr nennt Trend Kirgisistan, China und Russland. Georgien liefert damit nicht nur Re-Exporte an Nachbarn, sondern eigene Rohstoffe und Erzeugnisse nach Asien.

Größter Abnehmer ist China mit 417,0 Mio. US-Dollar. Russland nimmt 308,4 Mio. US-Dollar ab, die Türkei 243,7 Mio. US-Dollar. Autos bleiben laut Trend die größte Exportgruppe, doch ihre Menge sinkt. Importe kommen vor allem aus der Türkei, Russland und den USA.

Für deutsche Exporteure bleibt Georgien ein Markt mit 14,38 Mrd. US-Dollar Importvolumen in neun Monaten. Die Einfuhren wachsen aber langsamer als der Handel insgesamt. Chancen liegen bei Anlagen für Raffinerien, Bergbau und Erzaufbereitung, wo die Ausfuhr zulegt. Investoren sollten prüfen, ob die Weiterverarbeitung im Land hält, was die Binnenexporte versprechen.

Quellen: Geostat (EN), Trend (EN), 1TV (EN)

SK, Frankfurt

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