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Slowakei stellt nur 2.368 Wohnungen fertig: Baustarts brechen um mehr als 40% ein

Slowakei stellt nur 2.368 Wohnungen fertig: Baustarts brechen um mehr als 40% ein

Die Slowakei stellte im zweiten Quartal 2026 nur 2.368 Wohnungen fertig. Das slowakische Statistikamt ŠÚ SR meldete am Donnerstag einen Rückgang um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahresquartal. Zum Zehnjahresschnitt fehlten mehr als 40%. „Die Zahl der Wohnungsabnahmen war die niedrigste unter allen zweiten Quartalen seit dem Jahr 2000″, teilte ŠÚ SR mit.

Noch schwächer fielen die Baustarts aus. Bauträger begannen knapp 2.400 Wohnungen. Nach vorläufigen Daten sind das mehr als 40% weniger als ein Jahr zuvor. Der langfristige Schnitt liegt doppelt so hoch. Auch hier markiert das Quartal den schwächsten Wert seit 2000.

Einfamilienhäuser tragen den Markt

Die Struktur verschiebt sich zum Eigenheim. Von den fertigen Wohnungen entstanden 66% in Einfamilienhäusern. Bei den Baustarts waren es 63%. Private Investoren errichteten nahezu alles. Auf öffentliches Eigentum entfiel weniger als 1% der fertiggestellten Wohnungen.

Der Rückgang zieht sich durch das Land. Sieben von acht Kreisen meldeten weniger Fertigstellungen als im Vorjahr. Trenčín und Prešov verloren jeweils mehr als 50%. Banská Bystrica legte dagegen um 20% zu. Bei den Baustarts sank die Zahl in allen acht Kreisen. In Bratislava und Trenčín brach sie um mehr als 60% ein.

Der Bestand puffert das laufende Jahr. Ende Juni standen 76.800 Wohneinheiten im Bau, 0,7% weniger als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr wurden 4.849 Wohnungen fertig, ein Minus von 29%. Begonnen wurden 4.839 Wohnungen, ein Drittel weniger als 2025.

Die Preise steigen langsamer

Das knappe Angebot hält die Preise oben. Die Nationalbank NBS meldete für das zweite Quartal einen Durchschnittspreis von 3.041 Euro je Quadratmeter. Das waren 1,2% mehr als im Vorquartal und 9,5% mehr als ein Jahr zuvor. Wohnungen kosteten 3.430 Euro je Quadratmeter, Häuser 2.163 Euro. Das Jahrestempo war das langsamste seit mehr als zwei Jahren.

Für deutsche Zulieferer verschiebt sich der Markt. Wer Ziegel, Fenster, Dämmstoffe oder Haustechnik in die Slowakei liefert, verliert Volumen im Neubau. Der Bestand von 76.800 Einheiten sichert die Auslastung noch bis ins kommende Jahr. Danach fehlen die Baustarts. Nachfrage bleibt dort, wo saniert wird, und im Segment Einfamilienhaus. Wer Bauträger in Bratislava beliefert, sollte seine Absatzplanung prüfen. Dort fiel die Zahl der Baubeginne um mehr als 60%.

Quellen: Štatistický úrad SR, Bytová výstavba im 2. Quartal 2026; Národná banka Slovenska, Preise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026 (SK/EN).

SK, Frankfurt

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